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Samsung Note 7 ausprobiert : Für den Stift will Samsung nur das Beste

Das Samsung Note 7 mit Stift Bild: Marco Dettweiler

Samsung zieht etwas früher als sonst in den vorherbstlichen Kampf mit Apple. An diesem Dienstag haben die Koreaner das Note 7 präsentiert. Das Besondere an dem Smartphone ist was für die Augen.

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          Eigentlich ist der Smartphone-Markt ein pünktliches und kontinuierliches Geschäft. Jeder Hersteller hat seine Zeit im Jahr, in der er sein neuestes Smartphones präsentiert. Um den Nutzer nicht zu verwirren, setzen Samsung, Sony, Huawei oder LG den Zähler immer einen hoch. So ist etwa Samsung bei seiner S-Reihe nach sieben Geräten beim S7 angelangt. Apple fügt hingegen jedes Jahr konsequent noch ein „s“ hinter die Produktbezeichnung. Auf das iPhone 5 folgte das 5s, es kam danach das 6, um vom 6s abgelöst zu werden, im Herbst wird wohl das iPhone 7 vorgestellt.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          An diesem Dienstag hat das Unternehmen in New York offiziell das Note 7 präsentiert. Dadurch kommt Samsung ein bisschen aus dem Takt. Der Vorgänger des Note war die Version 5, und traditionell stellt Samsung die neuen Note-Geräte auch immer erst zur Internationalen Funkausstellung vor. Und die beginnt erst Anfang September. Eile und Zählersprung lassen sich leicht erklären: Ein Note „6“ würde angesichts des S7 alt klingen. Samsung synchronisiert also die beiden Reihen. Zudem ist Samsung Hauptsponsor der Olympischen Spiele. Und die beginnen nun mal an diesem Freitag.

          Das Note 7 ist etwas schwerer und größer als das S7 Edge Bilderstrecke
          Das Note 7 ist etwas schwerer und größer als das S7 Edge :

          Und wie ist das Note 7 nun so? Es ist zunächst dem S7 Edge zum Verwechseln ähnlich. Auch das Note 7 hat den charakteristischen Bildschirm, der an den längeren Kanten zum Gehäuserücken hin gebogen ist, sodass an der Seite ein zweites Mini-Display für bestimmte Funktionen zur Verfügung steht. Der Bildschirm hat mit 5,7 Zoll die Maße eines Phablets, was nicht überrascht, denn schließlich gilt das erste Note von 2011 auch als erstes Phablet auf dem Smartphone-Markt. Da die Auflösung mit 2560 x 1440 Pixeln bei größerem Bildschirm gleich bleibt, kommt es zu einer etwas geringeren Pixeldichte von 518 ppi. Im ersten Hands-On überzeugt dieser Bildschirm genauso wie schon die Bildschirme der S-Reihe mit brillanten Farben, intensiven Kontrasten und deutlicher Helligkeit.

          Stift schreibt auch auf Wasser

          Der große Unterschied zur S-Reihe war und bleibt der Stift. Der S Pen ist wie immer ins Gehäuse integriert, kommt ohne Akku aus und hat eine Drucksensitivität mit 4096 Stufen. Auch er darf zusammen mit dem Note 7 baden gehen, denn er ist ebenso wasserdicht. Er sitzt stabil im Gehäuse, indem man kurz gegen ihn drückt, springt er ein paar Millimeter heraus, damit man ihn greifen kann.

          Im ersten Hands-On gelang uns das nicht immer auf Anhieb, an den Umgang mit dem S Pen muss man sich als Note-Neuling eventuell noch gewöhnen. Der Auswurf des Stiftes löst direkt einen Befehl der Software aus.

          Software mit neuen Funktionen

          Denn dann startet Air-Command, indem sich ein Halbkreis mit Funktionen über den Startbildschirm legt. Alle Anwendungen haben mit dem Einsatz des Stiftes zu tun. Samsung hat sich ein paar neue einfallen lassen. Darunter zum Beispiel Smart select, Translate, Magnify oder Glancing. Einige von ihnen konnten wir während des Hands-On ausprobieren.

          Smart Select ist für soziale Netzwerker: Man spielt etwa ein Youtube-Video an, nimmt bis zu fünfzehn Sekunden einer Lieblingsszene auf, um es dann direkt als Gif-Animation auf Facebook teilen zu können. Translate ist praktisch: Hält man den S Pen über ein Wort, übersetzt die Software in die gewünschte Sprache basierend auf der Datenbank von Google Translate. Es funktioniert sogar das Scannen von Wörtern auf Bildern, sodass man spontan eine Speisekarte abfotografieren könnte, um sie dann zu übersetzen. Magnifying ist eine Lupenfunktion: Dort wo der Stift aufsetzt, wird der Bildschirminhalt vergrößert. Glancing ist echtes Multitasking: Man kann eine beliebige App auf die Größe eines Mini-Fensters verkleinern, um zu einer anderen zu wechseln, sodass diese weiterhin sichtbar bleibt.

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