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Schutz vor Bedrohungen : Start für Cyber-Abwehrzentrum

  • Aktualisiert am

In Bonn wurde das „Nationale Cyber-Abwehrzentrum” eröffnet Bild: dpa

Das Cyber-Abwehrzentrum in Bonn hat die Arbeit aufgenommen. Die neue Einrichtung ist Teil einer umfassenden Strategie der Bundesregierung zum Schutz vor Bedrohungen aus dem Internet, die im Februar vom Kabinett beschlossen wurde.

          Wie die Vereinigten Staaten und andere Länder hat jetzt auch Deutschland ein eigenes Cyber-Abwehrzentrum: Das Gremium nahm am Freitag in Bonn seine Arbeit auf, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mitteilte. Das BSI hat in dem neuen Gremium die Federführung und stellt neben den Räumlichkeiten auch sechs der zehn Mitarbeiter, unter ihnen auch BSI-Präsident Michael Hange als Sprecher des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums.

          Jeweils zwei Mitglieder kommen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) und vom Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV). In einem weiteren Schritt sollen später zusätzliche Behörden hinzugezogen werden. Bei der Vorstellung des Gremiums im Februar sagte der damalige Innenminister Thomas de Maizière (CDU), dass auch das Bundeskriminalamt, die Bundespolizei, das Zollkriminalamt, der Bundesnachrichtendienst und die Bundeswehr mit den jeweils zuständigen Ministerien mitwirken.

          „Nationaler Cyber-Sicherheitsrat“

          Die neue Einrichtung ist Teil einer umfassenden Strategie der Bundesregierung zum Schutz vor Bedrohungen aus dem Internet, die im Februar vom Kabinett beschlossen wurde. Als Aufgaben des Gremiums nannte das BSI am Freitag die schnelle und umfassende Bewertung von Angriffen aus dem Netz und die Erstellung von Handlungsempfehlungen. „Dazu werden unter anderem Informationen über Täterbilder sowie über Schwachstellen in IT-Produkten ausgetauscht sowie IT-Vorfälle, Verwundbarkeiten und Angriffsformen analysiert.“ Mitte Juni soll das Cyber-Abwehrzentrum von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) offiziell eröffnet werden.

          Neben dem Bonner Gremium beim BSI wird für die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft in diesen Fragen zudem ein „Nationaler Cyber-Sicherheitsrat“ eingerichtet, der von der IT-Beauftragten der Bundesregierung, Cornelia Rogall-Grothe, geleitet wird. Bereits am Dienstag dieser Woche nahm im Bundeswirtschaftsministerium eine Taskforce zur IT-Sicherheit ihre Arbeit auf.

          In den Vereinigten Staaten ist seit dem vergangenen Jahr das bei den Streitkräften angesiedelte United States Cyber Command (USCYBERCOM) mit Sitz in Fort Meade in Maryland für die Abwehr von Angriffen aus dem Netz zuständig. Beim Heimatschutzministerium im Washington kümmert sich außerdem seit 2003 eine National Cyber Security Division (NCSD) um Bedrohungen aus dem Netz.

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