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Smartphone S10-Serie im Test : Samsung bringt seine Fans in die Bredouille

S10+ und S10 von Samsung Bild: Dettweiler

Samsung bietet gleich drei Modelle in seiner neuen S10-Reihe an. Weil sie in der technischen Ausstattung dicht beieinander liegen, entscheiden andere Merkmale bei der Wahl des Favoriten.

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          Als Samsung seine neue S10-Smartphone-Reihe europäischen Journalisten vorstellte, gab es die Gelegenheit, mit den Geräten schon etwas zu spielen. Üblicherweise schnappt man sich dann das Flaggschiff fürs ausprobieren. Doch dieses Mal war es anders. Das „kleine“ S10 machte auf sich aufmerksam, weil es mit dem großen Plus in vielen Belangen mithalten kann. Es hat die gleiche Kamera mit drei Objektiven. Der Prozessor ist identisch, und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 128 GB interner Speicher haben ebenfalls beide Modelle.

          So lagen dann die Testgeräte S10, S10+ und ein drittes S10e vor uns. Das S10 ist ein Handschmeichler, liegt in unserer Hand nahezu perfekt. Das Smartphone wirkt leicht, ist es mit 157 Gramm auch, und lässt sich meist noch mit einer Hand bedienen. Dieser Eindruck hält sich auch nach mehreren Tagen im Test. Normalerweise gilt der Griff zu den Plus-Versionen wegen der Größe des Displays. Doch das S10 kommt aufgrund der effizienten Bildschirmausnutzung der Oberseite auf eine Display-Diagonale von 6,1 Zoll. Die genügen für die meisten Anwendungen.

          Dennoch lockte immer wieder das S10+. Samsung stellte uns ein Testgerät in „ceramic white“ zur Verfügung, was aus dem Smartphone ein gelungenes Designobjekt macht. Das Verhältnis der Formen stimmt, das Zusammenspiel aus den Farben Weiß, Schwarz und Silber wirkt elegant, und bei dem 6,4 Zoll großen Bildschirm steht außer Frage, ob er zu klein sein kann. Natürlich nicht. Außerdem ist der Akku mit 4100 Milliamperestunden üppig bemessen.

          Der Rücken des S10+ konnte so sehr entzücken ... Bilderstrecke

          So war es am ersten Tag der Akku des S10, der uns Sorgen machte. Wegen der Inbetriebnahme ist das Gerät häufig an, viele Apps werden geladen, die Oberfläche wird den eigenen Bedürfnissen angepasst, erste Probefotos und -videos werden aufgenommen. Die  Prozentanzeige sank schneller als wir es etwa vom Pixel 3 XL aus dem Hause Google gewohnt waren. Der Akku hielt einen Tag, aber für einen sehr wichtigen Termin und weitere Beanspruchung hätten wir eine Powerbank mitgenommen. Der erste Tag blieb eine Ausnahme. Ob das am Akku-Management von Android liegt oder am geänderten Nutzungsverhalten, lässt sich schwer entscheiden. Auf jeden Fall ist momentan das S10 am Abend nur zur Hälfte geleert.

          Für Sicherheitsfanatiker führt wiederum am S10+ kein Weg vorbei. Sein Akku mit 4100 Milliamperestunden ist an einem Tag kaum in die Knie zu kriegen. Der Bildschirm ist riesig. Doch wir haben beim Lesen von Mails, Webseiten, Kalendereinträgen keinen so großen Unterschied festgestellt, dass sich das Plus zwingend als Produkt der Wahl aufgedrängt hätte. Okay, einen Pluspunkt gibt es indes: Da die Frontkamera aus einer Doppellinse besteht, gelingen Selfies mit einem Bokeheffekt besser. Das S10 berechnet den unscharfen Hintergrund digital, was dazu führt, dass die eine oder andere Haarsträhne unscharf gezeichnet wird, obwohl sie in der gleichen Schärfentiefeebene hängt wie die anderen.

          Kamera mit Superweitwinkel

          Die Kameras des S10 und S10+ sind identisch und sie machen sehr gute Bilder. Aber sie sind in ihrer Qualität auch nicht so überzeugend, dass man sofort andere Smartphones aus der Hand legen möchte. Wir haben die Bilder mit denen des Pixel XL 3 verglichen. Dieses Smartphone hat nur eine Linse auf dem Rücken, den Rest erledigt Googles Algorithmus, der mit Hilfe von Deep-Learning-Mechanismen Schärfe und Kontrast in die Bilder hineinrechnet. Was das neue S10 hat und das Pixel auch mit Künstlicher Intelligenz nicht hinbekommt, ist eine Superweitwinkellinse. Damit fängt man Szenen in einem Winkel bis zu 123 Grad ein.

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