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Samsung Note 9 ausprobiert : Ein riesiges Smartphone mit Fernbedienung

Das neue Note 9 von Samsung: Natürlich wieder mit S Pen. Bild: Dettweiler

Samsung hat das Note 9 vorgestellt. Das Display ist riesig, der Stift dient auch als Fernbedienung und den Akku bekommt man so schnell nicht leer. Für wen lohnt sich das Phablet?

          Samsung bietet im Halbjahrestakt ein Smartphone der Oberklasse an. Die S- und die Note-Reihe wechseln sich ab. Beide führen den Namenszusatz “Galaxy”, doch der hat mittlerweile eine ähnlich geringe Bedeutung wie ein Zweitname. Für die Nummerierung gibt die S-Reihe den Takt vor. Ende Februar stellte Samsung auf dem Mobile World Congress das S9 und S9+ vor.

          Nun folgt für die andere Baureihe logischerweise das Note 9. Und zwar seit diesem Donnerstag, als es in New York präsentiert wurde. Die Reise führte deutsche Journalisten “nur” nach Berlin, wo es die Gelegenheit gab, sich das neue Smartphone genauer anzuschauen.

          Der größte Unterschied zu anderen Smartphones und somit nach wie vor das Alleinstellungsmerkmal des Note 9 ist der S Pen. Der Stift steckt im Gehäuse und hat mehrere Funktionalitäten. Der Stift des Note 9 ist äußerlich nicht von seinem Vorgänger zu unterscheiden. Die Innovation steckt im Innern. Samsung hat ein Bluetooth-Modul und einen Akku eingebaut. Dieser lädt induktiv auf, also immer dann, wenn er im Note 9 steckt. Dauert der Stift-Einsatz länger als 30 Minuten, lässt er sich in 40 Sekunden wieder vollständig laden. Der Akku kann auch leer sein, um die üblichen Stiftfunktionen wie Notizen schreiben oder ähnliches ausführen zu können.

          “Midnight Black” und “Ocean Blue” sind die Farben für Kunden in Deutschland. Bilderstrecke

          Zweck der Erweiterung um Bluetooth ist vielmehr die Idee, mit dem Stift das Note 9 fernzusteuern. Etwa die Kamera-App. Sie kann durch langes Drücken geöffnet werden, einmal kurz löst aus, zweimal draufgedrückt wechselt sie in den Selfie-Modus. Dies kann aber auch individuell angepasst werden, es funktioniert zuverlässig. Allein das Positionieren des Smartphones ein paar Meter entfernt, bereitet manchmal Probleme. Für den Businessbereich gedacht ist die Nutzung des S Pen als Fernbedienung während einer Präsentation.

          Das setzt voraus, dass das Note 9 mit einem Projektor oder Monitor über HDMI-Kabel inklusive Adapter gekoppelt ist und Samsungs Präsentations-App verwendet wird. Samsung nennt dies den Dex-Modus, das Betriebssystem wechselt auf dem Monitor in eine PC-ähnliche Oberfläche, und der Bildschirm des Note 9 kann dann als Touchpad benutzt werden. In diesem Modus lassen sich beispielsweise die Seiten einer Präsentation durch Klicken des S Pen durchblättern. Ebenfalls möglich ist die Fernbedienung des Musikplayers. Spielt man Musik auf dem Note 9, die zum Beispiel auf einen Netzwerkspieler und angeschlossenen Boxen wiedergegeben wird, lässt sich die Wiedergabe mit dem S Pen unterbrechen oder man springt in der Titelliste weiter.

          Bessere Kamera mit Foto-Assistent

          Die Kamera hat Samsung im Vergleich zum Note 8 verbessert, indem nun die Optik aus dem S9+ verwendet wird. So kommt eine Dual-Kamera zum Einsatz. Die Hauptkamera hat eine Auflösung von 12 Megapixel sowie eine Linse mit einer variablen Blende von 1,5 und 2,4 und eine weitere Linse mit einer Blende von 2,4. Der optische Zoom ist ein zweifacher. Für Selfies stehen 8 Megapixel mit einer Blende von 1,7 zur Verfügung. Die Qualität der Fotos müsste also der Bildqualität des S9+ entsprechen. Und die liegt etwa auf einem Niveau mit einem iPhone X, Google Pixel 2 oder Huawei P20.

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