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Samsung Note 8 im Test : An diesem Smartphone muss sich Apples neues iPhone messen

Das Note 8 von Samsung ist die Referenz unter den Phablets Bild: F.A.Z.

An diesem Dienstag stellt Apple sein neues iPhone vor. Die Messlatte ist das Note 8 von Samsung. Im Test haben Kamera und Bildschirm überzeugt. Der Preis ist allerdings ebenfalls Spitze.

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          Am Dienstag um 19 Uhr hiesiger Zeit wird Tim Cook die Bühne im Steve-Jobs-Theater betreten und nach einigen Einführungsworten das neue iPhone präsentieren. Das ist nicht sicher. Aber es ist sehr wahrscheinlich. Und FAZ.NET wird ab 18 Uhr am Dienstag in einem Liveblog berichten.

          Auch wenn es vermutlich drei Modelle geben wird, gilt die Aufmerksamkeit dem neuen Top-Modell, das iPhone X oder 8 heißen könnte. Es wird wie das iPhone 7 Plus ein Phablet sein, also ein Smartphone, das es wegen seines großen Bildschirms mit einem Tablet aufnehmen kann.

          Unter den Phablets ist momentan das Note 8 von Samsung die Referenz. Wir haben es getestet. Seine besonderen Eigenschaften zeigen sich hinsichtlich Bildschirm, Kamera, Benutzeroberfläche und des S Pen. Einen solchen Stift wird das neue iPhone mit Sicherheit nicht haben.

          Stift als Besonderheit

          Den alltäglichen Einsatz des S Pen testeten wir schon beim Note 7. Er stammt von Wacom, die seine filigrane Spitze noch einmal verbessert haben. Es schreibt sich sehr gut mit ihm auf dem Display. Die Druckempfindlichkeit ist exakt, eine Latenzzeit nicht zu erkennen. Neben der Möglichkeit, mit ihm zu schreiben oder zu malen, kann er auch als Übersetzungshilfe genutzt werden. Hält man ihn über ein Wort in einer fremden Sprache, übersetzt das Betriebssystem mit Hilfe von Google Translate beispielsweise in deutsch. Das funktioniert sehr gut.

          Deutlicher Unterschied zwischen iPhone 7 Plus (links) und Note 8 Bilderstrecke
          Deutlicher Unterschied zwischen iPhone 7 Plus (links) und Note 8 :

          Allerdings muss man sich an den Umgang mit dem Stift gewöhnen. Einiges ergibt sich intuitiv. Anderes muss man sich erarbeiten, wie etwa den Umgang mit dem Always-On-Display, auf dem man Notizen hinterlassen kann, die auch im Standby sichtbar sind. Wer sich zum Stift bekennt, zieht ihn bei längerer Nutzung am besten gleich aus dem Schacht, damit sich Air Command öffnet, das alle Anwendungen vereint. Da sich in die Note-App auch Text, Bilder und Sprachnotizen integrieren lassen und die Notizen in Kategorien aufteilen lassen, kann man sie auch als minimalistischer Evernote-Ersatz einsetzen. Der S Pen braucht übrigens keinen Energiespeicher.

          Fast ohne Rahmen und mit Oled-Technik

          Samsung stattet seine Modelle der S- und Note-Reihe seit einigen Jahren mit Amoled-Bildschirmen aus. Sie sind unter den Oberklassen-Smartphones die Referenz, weil sie hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Farben und Schärfe überzeugen. So blickt man auch dieses Mal auf ein beeindruckendes „Quad HD+ Super Amoled“-Display mit enormer Helligkeit und knackigen Farben, das zudem HDR-fähig ist, also einen sehr hohen Kontrastumfang hat.

          Schon beim S8 führte Samsung das sogenannte „Infinity Display“ ein. Dabei liegt das Verhältnis von Bildschirm zum Gehäuse bei etwa 84 Prozent. Die Ingenieure benutzen dafür mehrere „Tricks“. Erstens ist das Display an der Seite gebogen, sodass es an der Längsseite eigentlich keinen Rahmen mehr gibt. Zweitens fehlt der physische Homebutton, sodass der virtuelle auf dem Display sitzt und somit dieses weiter nach unten gezogen werden kann. Und drittens ist es an den Ecken abgerundet mit dem Ergebnis, auch dort ein paar Millimeter gewonnen zu haben.

          Samsung kommt beim Note 8 auf üppige 6,3 Zoll. Weil das Bildschirmverhältnis nahezu 2:1 (Exakt: 18,5:10) ist, liegt das Gerät mit seinen knapp 7,5 Zentimeter Breite gut in der Hand. Mit etwas Geschick erreicht man mit dem Daumen die Icons am äußeren Rand.

          Gesichtserkennung und andere Identifikationsmethoden

          Die Koreaner nutzen als Identifikationstechnik sowohl Gesichtserkennung wie auch einen Irisscanner. Nachdem beim S8 kritisiert wurde, dass der Fingerabdrucksensor zu eng an der Kameralinse säße und diese verschmiert würde, wenn der Nutzer aus Versehen auf sie langt, sitzt er beim Note 8 nun weiter weg, nämlich neben dem Blitz. Dies ist ungeschickt für all jene, die ihr Smartphone in die linke Hand nehmen, um es mit dem linken Zeigefinger zu entsperren. Denn in einer natürlichen Handhaltung greift man eher auf die andere Seite.

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