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Galaxy View im Test : Das Ding von Samsung

Bild: F.A.Z.

Wer glaubt, dass das iPad Pro von Apple ein großes Tablet ist, wird von Samsung eines Besseren belehrt. Das Galaxy View kommt auf eine Größe von 18,4 Zoll. Nur wozu?

          7, 8, 10, 12, 13 und jetzt 18 Zoll. Wer glaubte, dass das iPad Pro von Apple ein großes Tablet sei, wird von Samsung eines Besseren belehrt. Das Galaxy View ist so groß, dass es auf der klappbaren Rückseite sogar einen Griff zum Tragen hat. Den kann man auch nicht abnehmen. Es steht also immer zum Abholen bereit. Doch ist es überhaupt ein Tablet? Dieses Ding könnte auch ein Monitor oder Fernseher sein. Oder ein All-in-one-PC mit Android 5.1 als Betriebssystem.

          Nähern wir uns ihm mit Fakten: Das Galaxy View wiegt 2,65 Kilogramm, ist 45,2 Zentimeter breit und 27,6 hoch. An der Rückseite hat Samsung einen Ständer angebracht, so dass man es leicht geneigt hinstellen kann. Umgekehrt lässt es sich relativ flach auf den Tisch legen, sodass die obere Kante etwas höher steht. Das Galaxy View arbeitet mit einem durchschnittlichen Prozessor (ein mit 1,6 Gigahertz getakteter Octa-Core), hat einen mäßigen Arbeitsspeicher (2 Gigabyte) und eine schwache Kamera (2,1 Megapixel).

          Die Full-HD-Auflösung des Bildschirms von 1920×1080 Pixeln führt bei dieser Größe dazu, dass die Android-Oberfläche nicht so knackig scharf erscheint wie bei anderen Samsung-Tablets. Bei Filmen fällt das nicht auf, da diese als Streaming-Inhalt in der Regel über Full-HD nicht hinausgehen. Diese kann man übrigens auch über eine Micro-SD-Karte (bis 128 Gigabyte) zuführen.

          Ist das Ding also doch ein Mini-Fernseher? Es könnte die einzige Existenzberechtigung sein, die Sinn ergibt. Deswegen haben wir die Akkudauer getestet, während das Galaxy View Filme abspielte. Mit einer vollen Ladung schafft man zirka drei 90 Minuten lange Titel. Das ist okay. Nicht so in Ordnung ist, dass der Bildschirm recht stark spiegelte - selbst im normal beleuchteten Büro mit einem Fenster.

          Um zur Abwechslung etwas im Internet zu lesen, empfiehlt sich das Gerät nur eingeschränkt. Hochformat kennt das View nicht, Websites drehen sich mit, wenn man das Gerät kippt. Misst man den Bildschirm nach, nähert sich dieser eher dem Format von 15:9 als dem von Samsung angegebenen „Kinoformat 16:9“ (in einer Pressemitteilung wird sogar von „16:10-Kinoformat“ gesprochen). Wie auch immer: Damit ziehen sich Webseiten unschön in die Breite. Es sei denn, man nutzt die Multi-Window-Funktion für zwei Apps nebeneinander. Allerdings ist diese Funktionalität auf bestimmte Apps beschränkt.

          Was ist das Ding jetzt? Wir wissen es nicht, Samsung wohl auch nicht. Deshalb bleiben der Fernseher an der Wand, das Tablet in der Hand und die 650 Euro in der Tasche.

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