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Galaxy S8 ausprobiert : Samsung zieht groß auf

Das neue Galaxy S8 von Samsung im Kurz-Test Bild: Dettweiler

Spät, aber nicht zu spät: Samsung hat seine Flaggschiffe Galaxy S8 und S8 Plus vorgestellt. Wir haben die beiden Smartphones schon in die Hände genommen und ausprobiert.

          Die Aussage, dass die Welt auf das S8 gewartet hätte, ist sicherlich etwas übertrieben. Aber zumindest ein nicht unerheblicher Teil davon, nämlich das neugierige Smartphone-Volk, war darauf gespannt, wie das neue Flaggschiff von Samsung aussehen würde und was es kann. Nachdem die Koreaner das Akku- Problem des Note 7 nicht in den Griff bekommen konnten und es vom Markt nahmen, ist der jährliche Rhythmus durcheinander. Deswegen hat das große Unpacked-Event der neuen S-Klasse erst an diesem Mittwoch stattgefunden: Einen Monat später, weil Samsung sein neues Flaggschiff normalerweise zum Mobile World Congress präsentiert.

          Nun halten wir es für eine halbe Stunde in den Händen und der eine oder andere wartet gespannt auf das Urteil. Von „sehr gut!“ über „prima!“ bis hin zu „unschlagbar!“ ist alles möglich und vertretbar nach dem ersten Ausprobieren. Es kommt jeweils darauf an, ob man das Gerät als solches bewertet oder im Kontext der S-Reihe und den Flaggschiffen der Konkurrenz. Versucht man ersteres, ist das Urteil klar: Samsungs Galaxy S8 ist neben Apples iPhone 7 das attraktivste Smartphone auf dem Markt. Diese Einschätzung ist leicht zu belegen.

          Design

          Das Design wurde im Vergleich zum S7 Edge und Note 7 an den richtigen Stellen verfeinert. Durch die weitere Abrundung der seitlichen Kanten liegt es noch besser in der Hand, wirkt dünner und leichter als der Vorgänger, obwohl es das gar nicht ist. Diese funktionelle Veränderung unterstützt noch einmal den symmetrischen Aufbau des Gerätes. Von der Seite aus betrachtet ist gut zu erkennen, dass sich die abgerundeten Kanten von oben und unten mit dem gleichen Abstand zum Metallrahmen ziehen.

          Der Bildschirm hat nun runde Ecken. Bilderstrecke

          Der Glasrücken wirkt weiterhin sehr edel, Fingerabdrücke sind nicht so deutlich zu sehen wie auf manchen Geräten der Konkurrenz. Zudem rutscht es nicht so leicht aus der Hand wie etwas das iPhone 7 oder das P10 von Huawei. Die Farben „Midnight Black“, „Orchid Gray“ und „Arctic Silver“ sind geschmackvoll. Für einen Kopfhörerausgang mit Klinkenbuchse ist auch noch Platz.

          Bildschirm

          Vergleicht man die Maße des S8 mit denen des S7, so ist das neue Modell 6,5 Millimeter länger, 1,5 Millimeter schmaler und 1 Millimeter dünner geworden. Das S8 Plus sollte man mit dem vom Markt genommenen Note 7 vergleichen, weil beide beanspruchen, ein Phablet zu sein. Im Wesentlichen ist das Plus dann nur um 5,6 Millimeter länger geworden. Der Clou bei beiden neuen Modellen ist: Das S8 kommt mit einem mächtigen 5,8-Zoll-Display und das S8 Plus mit rekordverdächtigen 6,2 Zoll. Zum Vergleich: Das iPhone 7 Plus hat „nur“ ein 5,5 Zoll großes Display, wiegt 15 Gramm mehr als das S8 Plus, ist 4,5 Millimeter breiter und nur 1,3 Millimeter kürzer.

          Für dieses Bildschirm-Gehäuse-Verhältnis haben die Koreaner einen Trick angewendet, den LG bereits auf dem MWC zeigte. Sie runden die Ecken des Bildschirms ab, ziehen ihn noch weiter nach oben und unten und verändern das Seitenverhältnis. Dadurch kommt der Bildschirm auf ein Format von 18,5:9. (Beim LG G6 sind es 18:9). Dieser Trick ist clever und könnte sich bei allen Herstellern durchsetzen. Noch nie lag ein Smartphone mit 5,8 Zoll so geschmeidig und schmal in der Hand.

          Die Punktdichte ist nur unwesentlich gesunken, weil die Auflösung wegen des längeren Bildschirms bei 2960 x 1440 Pixel liegt. Das S8 kommt somit auf 570 ppi bei 5,8 Zoll und das Plus auf 529 ppi bei 6,2 Zoll. Überzeugend ist nach wie vor die Anmutung des Samsung-Bildschirms. Er ist hell, hat knackige Farben und eine kontrastreiche Darstellung.

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