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Samsung Galaxy S5 im Test : Die große, bunte Pracht

Samsung Galaxy S5: Neue Maßstäbe hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe und Betrachtungswinkel Bild: Hersteller

So viel Farbe war nie: Das neue Samsung Galaxy S5 stürmt mit üppigem Display und neuer Kamera nach vorn. Aber nicht alle Neuerungen sind gelungen.

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          Das Galaxy S5 ist das neue Smartphone-Flaggschiff von Samsung, es beerbt das erfolgreiche und ein Jahr alte Galaxy S4. Alt und neu sind auf den ersten Blick nur schwer zu unterscheiden. Mit Maßen von 14,2 × 7,3 × 0,9 Zentimeter ist das S5 geringfügig gewachsen, und es ist 14 Gramm schwerer geworden, wiegt also nun 145 Gramm. Wer mit einem Blick erfassen will, ob es sich um das junge Objekt der Begierde handelt, betrachte die Rückseite: Sie ist wie gehabt abnehmbar, besteht zwar noch immer aus hauchdünnem Plastik, hat aber nun eine Lederoptik. Design soll nicht lügen, heißt es, aber die Rückseite fühlt sich griffig an, und dass das dünne Plastik bei den Vorgängern zu Problemen geführt hätte, ist nicht bekannt. Der nächste Unterschied ist die Abdeckung für den unteren USB-Anschluss, denn das Galaxy S5 ist wasser- und staubgeschützt nach der IP67 und soll einen bis zu 30-minütigen Tauchgang in maximal einem Meter Wassertiefe unbeschadet überstehen.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die Bildschirmauflösung der Super-Amoled-Anzeige bleibt bei 1920 × 1080 Pixel, einen Tick größer ist sie geworden, es sind nun fast 13 Zentimeter in der Diagonale. Die Anzeige ist eine Pracht. Hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe und Betrachtungswinkel werden neue Maßstäbe gesetzt. Auch draußen bei hellem Sonnenschein ist die Ablesbarkeit sehr gut. Neben dem farbenfrohen und üppigen Display sieht ein aktuelles iPhone 5S klein und blass aus.

          Bewährte Bahnen

          Bei den technischen Daten bleibt Samsung zunächst in den bewährten Bahnen: Das S5 läuft mit dem Vierkernprozessor Snapdragon 801 von Qualcomm und einer Taktrate von 2,5 Gigahertz. Mit der etwas schnelleren Hardware legt das S5 ein ordentliches Tempo vor, trotzdem gibt es gelegentlich Ruckler, etwa bei der Fotowiedergabe in der Bildergalerie. Der Arbeitsspeicher bleibt bei 2 Gigabyte, der Flash-Speicher für Nutzerdaten ist wahlweise 16 oder 32 Gigabyte groß, erweiterbar mit Micro-SD-Karten (bis 128 Gigabyte), die huckepack über der Micro-Sim-Karte eingesteckt werden. Auf unserem 16-Gigabyte-Testgerät blieben etwas mehr als 10 Gigabyte frei, Befürchtungen, es sei nur weniger als die Hälfte, sind also unbegründet.

          Der Akku (mit 2800 Milliamperestunden) ist vom Anwender wechselbar und hält einen bis anderthalb Tage durch. Der Clou sind zwei Energiesparmodi: In der ersten Stufe lässt sich die Anzeige unter Beibehalten der Menüs in einen stromsparenden Monochrommodus schalten, in der zweiten bleibt nur eine Notfunktionalität aktiv. Bluetooth 4, NFC und den LTE-Datenturbo im Mobilfunk hatte bereits der Vorgänger, neu sind nun USB 3.0, ein Pulsmesser sowie eine Infrarot-Leuchtdiode, damit das Smartphone zur Universalfernbedienung wird. Wie alle neueren Samsung-Geräte kommt das Galaxy S5 mit dem Region Lock, der eine Inbetriebnahme mit der Sim-Karte eines europäischen Anbieters erfordert.

          Viel „Crapware“ und Tand

          Über das aktuelle Android-Betriebssystem 4.4.2 hat Samsung sein Touch-Wiz-System gelegt. Anfangs ist man erschlagen von der Fülle der Möglichkeiten und zusätzlichen Apps, von Samsung-Konten und -Diensten, viel „Crapware“ und Tand, der sich nicht deinstallieren lässt. Besonders nervig: „My Magazine“ von Flipboard, das links vom Hauptmenü permanent als ganze Seite auftaucht. Während der Einrichtung achte man auf Googles Android, das aggressiv wie nie als Datenstaubsauger private Informationen abfischen und verknüpfen will. Überarbeitet hat Samsung das Einstellungsmenü, das nun eleganter daherkommt. Aber es bleibt ein furchtbares Durcheinander unterschiedlicher Designlinien und -stile, verwirrend besonders für Einsteiger.

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