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Galaxy S 20 Ultra und Z Flip : Samsung de luxe

Samsungs Z Flip und S20 Ultra Bild: Wolfgang Eilmes

Die Koreaner locken mit zwei außergewöhnlichen, aber teuren Smartphones. Das Z Flip und S 20 Ultra könnten unterschiedlicher nicht sein. Sind sie ihr Geld wert?

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          Mit einem Smartphone, das um die 1000 Euro kostet, kann man niemanden mehr überraschen. Dafür werden zu viele Geräte aus dieser Preisklasse seit Jahren verkauft. Bei 1400 Euro werden doch einige schlucken. Selbst hartgesottene Apple-Fans müssen für ein iPhone 11 Pro Max „nur“ 1250 Euro ausgeben. Samsung holt in diesen Tagen nun zu einem teuren Doppelschlag aus. Für 1350 Euro gibt es das S 20 Ultra, in das der koreanische Hersteller so ziemlich alles an Technik gesteckt haben, was er vorweisen kann. Der Bildschirm ist 6,9 Zoll groß und hat eine Bildwiederholrate von 120 Hertz. Ein 5G-Modul für den neuen Mobilfunkstandard ist integriert. 5000 Milliamperestunden hat der Akku, der drahtlos geladen werden kann. Die Kamera hat drei Brennweiten, einen zehnfachen Hybridzoom und kann Videos in 8k-Auflösung aufnehmen. 12 Gigabyte groß ist der Arbeitsspeicher. Und letztlich sind die Maße auch ein Superlativ. Mit 166,9 × 76 × 8,8 Millimetern und 222 Gramm Gewicht ist das S 20 Ultra noch wuchtiger als das Note 10+, das in mancher unserer Hosentaschen schon heraus lugte.

          Noch ein paar Euro mehr gefälligst? 1480 Euro kostet Samsungs neues faltbare Smartphone. Also ist es noch teurer als das S 20 Ultra, eben weil man das Z Flip falten kann. Das ist eigentlich alles. Auch mit Samsungs Fold, das übrigens 2100 Euro kostet, klappt es. Der Faltmechanismus ist dieses Mal ein anderer. Beim Fold ist die Idee, dass aus einem Smartphone ein Tablet wird, wenn man es auseinanderfaltet. Wohingegen das Z Flip überhaupt erst zum Smartphone wird, wenn man es aufklappt. In geschlossenem Zustand macht es sich klein zu einem Kästchen, das wirklich in jede Hosentasche passt. Es gibt lediglich ein technisches Detail, mit dem es das S 20 Ultra übertrumpft. Mit 256 Gigabyte hat es einen doppelt so großen Speicher wie das Ultra.

          Ansonsten hat das Z Flip von allem weniger. Die Kamera ist vergleichbar mit der des S 10: ein Weitwinkel- und ein Ultraweitwinkel-Objektiv nehmen mit 12 Megapixel auf. Die Bilder, die Samsungs neues Falt-Smartphone macht, sind gut, aber können mit denen des iPhone 11 oder Huawei P 30 oder Mate 30 Pro nicht ganz mithalten. Das Z Flip bietet beim Fotografieren dennoch einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Es bringt mit seinem beliebig einstellbaren Klappmechanismus eine Stativfunktion mit, weil man es häufig zum Fotografieren so hinlegen kann, dass man es nicht mehr halten muss. Das funktioniert gut, wurde aber während des Tests eher wenig gebraucht.

          In zugeklapptem Zustand ist das Z Flip gerade mal halb so groß wie das S 20 Ultra. Bilderstrecke

          Das S 20 Ultra habe eine „Kamera, die mehr sieht“, sagt Samsung und bewirbt mit diesen Worten die Fotofunktion seines neuen Flaggschiffs der S-Serie. Damit meint Samsung zum einen den hundertfachen Zoom, der ebenso rekordverdächtig wie überflüssig ist. Die Bilder rauschen und sind ohne Stativ kaum vernünftig aufzunehmen. Das braucht kein Mensch. Mit dem zehnfachen Zoom jedoch überholt Samsung bis auf weiteres Huawei mit seinen Flaggschiffen, die bisher die Krone aufhatten. Die Bilder sind etwas schärfer und kontrastreicher. Wer nicht näher an sein Motiv herankommt, kann den Zoom bis zur zehnfachen Vergrößerung ernsthaft nutzen.

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