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Smartphone mit Stift : Das Samsung Note 8 ist da

Passt kaum aufs Bild: das Note 8 von Samsung Bild: Dettweiler

Das Note 7 ist vergessen. Samsung hat den Nachfolger seines Phablets vorgestellt, das die Koreaner vom Markt nehmen mussten. Wir haben uns das Note 8 bereits angeschaut.

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          Dass Samsung vor einem Jahr das Note 7 komplett vom Markt nehmen musste, weil sich die Akkus überhitzt haben, hat im Nachhinein betrachtet auch eine positive Seite gehabt. Als Vorgänger des neuen Note 8, das an diesem Mittwoch in New York vorgestellt wurde, gilt das drei Jahre alte Note 4. Das Note 7 wird von Samsung nicht mehr verkauft oder erwähnt, das Note 6 gab es nie und das Note 5 nicht in Europa. Auch wenn diese Zahlenspielereien absurd anmuten: In Deutschland ist das (noch) aktuelle Note also aus dem Jahr 2014. Einige Freunde dieses besonderen Smartphones, das auch mit dem Stift bedient werden kann, mussten also sehr lange auf einen Nachfolger warten.

          In der Regel rät man an dieser Stelle nur bedingt zum Kauf eines neuen Modells, sei es in der Android-Welt oder im Apple-Kosmos. Die Unterschiede sind normalerweise so klein, dass sich die Ausgaben für ein Oberklassegerät zwischen 800 und 1000 Euro selten lohnen. Anders nun beim Note 8. Es weist alle Vorzüge des Schwestermodells S8 auf: „Infinity Display“, also einen Bildschirm, der kaum noch einen Rand hat; Identifikationsmethoden wie Iris-Scanner, Fingerabdrucksensor oder Gesichtserkennung; ein durchdachtes, gelungenes Design eines Gehäuses, das wiederum sehr wertig verarbeitet ist. Dazu kommt Touchwiz als übersichtliche, elegante Benutzeroberfläche. Im Vergleich zum Note 4 ist das eine Zäsur.

          Im Vergleich mit dem S8 hat Samsung nicht nur den S-Pen hinzugepackt, sondern drei weitere Funktionen, die erwähnenswert sind.

          Das Gerät kommt optional mit Dual-Sim. Diese Variante kann allerdings nur online bei Samsung bestellt werden. Für Nutzer, die nur einen Mobilfunkvertrag und somit eine Sim-Karte haben, ist diese Funktion wenig wert. Doch die Zahl jener, die etwa eine private und berufliche Nummer auf einem Gerät verwenden wollen, steigt, sodass immer mehr Hersteller ihre Gerät mit Dual-Sim anbieten. Die Option, den Speicher des Note mit einer Micro-SD-Karte zu erweitern, entfällt allerdings beim Einsatz von zwei Sim-Karten.

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          Die zweite Dual-Funktion betrifft die  Kamera. Samsung hat nun - wie Apple, Huawei und LG -- zwei Linsen auf der Rückseite eingebaut. Das Teleobjektiv löst mit 12 Megapixel auf, die Blende kann bis 2,4 geöffnet werden. Für das Weitwinkelobjektiv gilt die gleiche Auflösung, die Blende fängt mit bis zu 1,7 noch mehr Licht. Beide Optiken haben einen Bildstabilisator. Die Übergange zwischen beiden Brennweiten sind fließend.

          Zudem kann die neue Kamera flexibel mit Schärfe umgehen. Einerseits schafft sie es aufgrund des Teleobjektivs, auch bei größerer Entfernung zwischen den vorderen und hinteren Objekten den Hintergrund scharf zu halten. Andererseits wird das Teleobjektiv dazu benutzt, um ausgewählte Objekte scharf zu zeichnen und den Rest des Motivs per Software unscharf zu lassen. Dadurch entsteht ein Bokeh, wie man es von Bildern einer Spiegelreflexkamera kennt.

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