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Sony HX 99 : Die kleine Kamera in der Hemdentasche

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Smartphoneklein: Sony HX 99 Bild: Hersteller

Wenn es gut werden soll: Die Sony HX 99 ist eine Reisekamera mit viel Zoom. Das bereits in der HX 90 erfolgreiche Konzept wird fortgeführt.

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          Gerade mal rund sechs Zentimeter hoch, zehn breit und dreieinhalb Zentimeter dick, dazu leichter als ein halbes Pfund Butter passt die Sony HX 99 in jede Hemdtasche, und doch ist sie nicht die allerkleinste Kamera, die man sich zulegen kann. Aber bezogen auf die 720 Millimeter Kleinbild-Telebrennweite, zu der sich ihr Zeiss Vario-Sonnar T* bei Bedarf herausstreckt, gibt es keine kleinere. Aus diesen sich widersprechenden Eckdaten ergibt sich zwingend: Weder kann der Sensor besonders groß noch das Objektiv bemerkenswert lichtstark sein. Und so ist es auch: Bei einer Kamera, die für etwas über 500 Euro in der Liste steht und nur knapp darunter gehandelt wird, geben weder ein 1/2,3-Zoll-Sensor mit 18 Megapixel noch Anfangslichtstärken von 1:3,5 (24 mm Weitwinkel) und 1:6,4 (Tele) Anlass zu Begeisterungsstürmen.

          Für das gleiche Geld bekommt man schließlich genauso elegant glatt-schwarz und annähernd so kompakt von Sony eine RX 100 mit der Bildqualität des deutlich größeren 1-Zoll-Sensors – aber eben nicht mit der ganz langen Tüte. Mit dem 11-Linser, der im Weitwinkelbereich bis auf fünf Zentimeter an Objekte herangehen kann (Naheinstellgrenze im äußersten Telebereich: 2,50 Meter) gehört die HX 99 in die Kategorie Reisezoom: eine kleine Kamera, die mehr Brennweitenspielraum bietet, als man in Form von Wechselobjektiven mit sich herumschleppen möchte. Dass sich der Telebereich auf bald anderthalb Meter (1440 Millimeter Kleinbildäquivalent) digital ausdehnen lässt, soll hier nur erwähnt werden – von praktischem Nutzen ist diese Möglichkeit mangels Bildqualität kaum. Bei der muss man aber im Allgemeinen, also wenn man nicht Dinge erwartet, die von Sensor und Objektiv einfach nicht geleistet werden können, weit weniger Abstriche machen als gedacht.

          Die Bildqualität der Jpegs einer HX 99 bewegt sich auf dem Niveau von sehr teuren Smartphones. Das wiederum ist mit einem Fingerstups als Fernbedienung und zur Bildverteilung oder -bewertung rasch mit der Kamera verbunden. Wer höhere Ansprüche hat und später daheim seine Bilder nachbearbeiten möchte, kann auch Rohdaten speichern. Die neuen technischen Schmankerln wie 4k-Video oder der sich an den Augen von porträtierten Personen orientierende Autofokus der HX 99 funktionieren klaglos. Sie ändern aber genauso wenig wie die minimalen Retuschen am Bedienkonzept – zum Beispiel ist die alles allein erledigende „überlegene Automatik“ nun nur aus dem Menü und nicht mehr am Bedienrad wählbar. Das bereits in der HX 90 erfolgreiche Konzept einer Kamera, die sich nicht vergebens gegen die Konkurrenz der fotografierenden Telefone stemmt, sondern ihnen in den Abmessungen ähnlich mit mehr Leistung an der Seite steht, wird hier also fortgeführt.

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