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Pocket-PC : Geballte Technik im Taschenbuchformat

Ist das die Zukunft? Der Ameo mit dem schönen Opera-Browser Bild: DIETER RÜCHEL

Darf es etwas mehr sein? Der Ameo von T-Mobile zeigt, wie ein Pocket PC zum Mini-Notebook wird. Im Moment hat kein anderes Gerät so viel Ausstattung an Bord. Trotz mancher Schwächen zeigt der Ameo was derzeit möglich ist.

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          Wow, das ist ein dicker Brummer. Wer diesen Pocket PC mit Windows-Betriebssystem Mobile 5 das erste Mal in den Händen hält, ist beeindruckt. Zunächst von der schieren Größe: 133 × 97 × 20 Millimeter misst die Haupteinheit des Ameo von T-Mobile, und mit 300 Gramm ist sie auch verflixt schwer. Da führt die Bezeichnung „Taschencomputer“ schnell in die Irre. Ein zweites „Wow“ hört man, wenn es um die technischen Details geht: Etwa die hohe Bildschirmauflösung von 640 × 480 Pixel, die kaum ein anderer Pocket PC bietet. Oder die eingebaute 8-Gigabyte-Festplatte, die endlich genug Platz für Musik, Word-Dateien oder Excel-Tabellen im Einsatz unterwegs parat hält.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Und dann kommt die ultimative Entzückung beim Anbringen der mitgelieferten externen Mini-Tastatur. Sie ist 4 Millimeter flach und wird mit einem Magnet an der Seite des Ameo angesetzt. Das Display schaltet aufs Querformat um, und dann steht er da wie ein Mini-Notebook: ein Gadget für die Besprechung, das an Coolness wohl kaum zu übertreffen ist. Wer den Ameo gesehen hat, ist auf Anhieb von ihm fasziniert. Wir hatten ihn mehrere Wochen im Einsatz: Er hält, was er verspricht.

          GPS-Empfänger und 3-Megapixel-Kamera

          Zunächst zu den inneren Werten: Der Ameo hat zunächst die übliche Ausstattung aller Windows-Apparate: E-Mail- und Office-Software mit Word, Excel und Powerpoint für mobile Geräte sowie Datensynchronisation mit dem Windows-PC und Outlook. Er wird mit dem Stift bedient, die angeflanschte Tastatur ist eine Option, es geht auch ohne sie. Bei der technischen Ausstattung hat der taiwanische Hersteller HTC jedoch aus dem Vollen geschöpft: Die Telefonabteilung beherrscht nicht nur UMTS, sondern auch die beiden Datenturbos Edge und HSDPA. Darüber hinaus stehen Bluetooth und Wireless Lan parat. Man kann also im Büro oder zu Hause günstig und schnell die E-Mail abholen und unterwegs zumindest flink. Ein einziges Programm - der Comm-Manager - steuert sämtliche Funktechnik.

          Fix an die Wand geworfen: Der Ameo steuert auch Beamer an

          Der Prozessor ist ein ebenfalls schneller Intel Bulverde mit 624 MHz, 128 Megabyte Ram sind eingebaut. Nicht nur die Festplatte dient als externer Speicher, es gibt zudem auch einen Schacht für Mini-SD-Karten. Dazu kommt ein GPS-Empfänger (man braucht also nur noch die passende Navi-Software) und eine 3-Megapixel-Kamera, die durchaus ordentliche Bilder macht, wenn man einen ruhigen Finger beim Betätigen des schwergängigen Auslösers hat.

          Fix an die Wand geworfen

          Im täglichen Einsatz zeigten sich allerdings auch Einschränkungen: Telefonieren kann man mit dem Gerät nur über die eingebaute Freisprecheinrichtung, via Bluetooth oder mit Hilfe des beiliegenden Headsets, aber nicht direkt am Ohr. Ferner lässt sich die Startseite des Browsers nicht ändern. Es gibt auch keine sprecherunabhängige Sprachwahl oder Profile für verschiedene Situationen, geschweige denn einen Vibrationsalarm. Hingegen wird das Bluetooth-Sim-Access-Profil für beste Gesprächsqualität mit entsprechenden Fahrzeug-Anlagen unterstützt. Von diesen kleinen Minuspunkten abgesehen, hält der Ameo alles parat, was man unterwegs braucht. E-Mail-Konten sind dank eines Assistenten schnell eingerichtet (es gibt allerdings bei manchen Providern wie AOL Probleme mit der Zuweisung einer Postausgangs-Portnummer), die Datensynchronisation ist perfekt, und eine Blackberry-Software findet sich auf der beiliegenden CD.

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