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Playstation 3 : Mit dem Tempo eines Supercomputers

Mit ihrem schwarzen Lack könnte sie zum Schmuckstück des Hifi-Regals werden Bild: Hersteller

Die Playstation 3 ist mehr als nur eine Spielekonsole. Was sich in dem schwarzen Gehäuse versteckt, ist Computertechnik auf höchstem Niveau. Mit dem elektronischen Multitalent kann man auch Filme anschauen, im Internet surfen und Musik hören.

          6 Min.

          Es ist die Zeit des Systemwechsels in den Wohnzimmern der Republik. Der Flachbildschirm zeigt HDTV mit mehr Details und schärferen Bildern. Neue Receiver werden angeschafft, und wenn es nach dem Willen der Industrie geht, ist auch die bewährte DVD ein Auslaufmodell und muss dem technischen Fortschritt weichen. Und nun gibt es die Playstation 3 für hochauflösende Spiele.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Sie ist nicht die erste auf dem Markt, das war die Xbox 360 von Microsoft vor anderthalb Jahren. Aber sie zeigt den Systemwechsel besonders deutlich, ist sie doch zugleich ein Blu-Ray-Spieler für hochauflösende Filme, ein Wohnzimmer-PC inklusive Musikarchiv und Internetzugang sowie eine Kommunikationszentrale mit Bluetooth und Wireless-Lan.

          Das alles zusammen macht die Faszination der liebevoll PS3 genannten Konsole aus. Ein halbes Jahr nach dem Markstart in Japan und Amerika ist sie jetzt in Europa zu haben. Das Vorgängermodell PS2 hat mehr als 100 Millionen Käufer gefunden, und nun hängt die wirtschaftliche Existenz des Konzerns Sony an den Verkaufszahlen des Nachfolgers. Es gibt hierzulande nur ein Modell mit 60-Gigabyte-Festplatte für 600 Euro. Die günstigere Variante mit 20 Gigabyte bleibt den Kunden in Japan und Amerika vorbehalten. Und die europäische Variante ist zudem abgespeckt. Ihr fehlt ein Kombi-Chip mit „Emotion Engine“ sowie „Graphic Synthesizer“, der die Abwärtskompatibilität zur PS2 herstellt. Dazu später mehr.

          Waghalsige Sprünge, wahnsinnige Fahrer und spektakuläre Crash-Szenen
          Waghalsige Sprünge, wahnsinnige Fahrer und spektakuläre Crash-Szenen : Bild: Hersteller

          Eingebautes Netzteil hält Kabelsalat in Grenzen

          Zunächst zum Äußeren: Mit ihrer ovalen Form und der eleganten, an Klavierlack erinnernden Einfassung kann die PS3 durchaus ein Schmuckstück im HiFi-Regal sein. Mit Maßen von 33 x 10 x 28 Zentimeter passt sie in jedes Rack, aber mit ihren 5 Kilogramm ist sie deutlich schwerer als die dort üblicherweise anzutreffenden Geräte.

          Das Netzteil ist im Unterschied zur Xbox von Microsoft eingebaut, so dass sich der Kabelsalat in Grenzen hält. Vorn und hinten ist die PS3 mit Anschlüssen aller Art reichhaltig bestückt. Vier USB-2.0-Buchsen an der Frontseite, unter einer Klappe Laufwerke für gängige Speicherkarten der Formate Compact-Flash, Secure-Digital und Memorystick Duo zum Import und zur Wiedergabe von Multimedialem aller Art. An der Rückseite entdeckt man einen Ethernet-Anschluss fürs Internet, einen optischen Digitalausgang und HDMI für Hochauflösendes.

          Verzicht auf vibrierende Rückmeldungen

          Die Konsole ist schnell in Betrieb genommen. Zum Lieferumfang gehört leider nur ein Controller, das Bedienelement für Betriebssystem und Spiele. Er wird via USB-Kabel angeschlossen, lässt sich aber auch drahtlos betreiben, wenn sein (nicht wechselbarer Akku) über das Kabel geladen ist.

          Das Eingabegerät hat die gleichen Tasten wie sein Vorgänger, verzichtet aber leider auf die vibrierenden Rückmeldungen. Statt dessen gibt es nun eine Erkennung der Bewegung des Controllers, auf dass man diesen einfach nur dreht oder kippt, um eine Aktion auszulösen. Das alles ist freilich nicht so raffiniert wie beim ebenfalls mit Bewegungssensor ausgestatteten Controller der Wii-Konsole von Nintendo.

          Update dauert rund eine halbe Stunde

          Bis zu sieben Controller lassen sich via Bluetooth mit der PS3 verbinden, die älteren der PS2 sind nicht kompatibel. Für unseren Geschmack ist das Eingabegerät ein bisschen zu leicht. Ein zweites Manko stellt man gleich beim Auspacken fest: Zwar kann man die PS3 mit dem beiliegenden Komponentenkabel sofort an jedes Fernsehgerät anschließen.

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