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Open Office : Word hat ausgedient

Auch „Calendar Hub” und „Open Office” konkurrieren mit Microsofts Programmen Bild: AP

Google macht Microsoft Office Konkurrenz. Die Suchmaschine bietet Ersatzprogramme für Word und Excel an. „Docs“ und „Spreadsheet“ heißen sie: Einfach die Web-Adresse eingeben und losschreiben.

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          Jeder hat einen Freund, der sich mit Computern auskennt. Und die meisten brauchen den auch dringend - spätestens dann, wenn es ein neues Programm zu installieren gibt. Das Paket im Laden kaufen können die meisten Computernutzer noch selbst. Aber dann muß das Programm auf den Rechner. Da muß meist der Freund ran. Schließlich klappen solche Installationen nur selten auf Anhieb.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Diese Arbeit können sich Computerbegeisterte in Zukunft sparen, denn die komplizierte Installation fällt bei einigen Programmen inzwischen weg. Statt dessen heißt es: Internet starten, Adresse eingeben und anfangen. Textverarbeitung, Terminkalender oder das Virenschutz-Programm gibt es bereits online und meist kostenlos.

          Zusammenarbeit im Internet

          Google spielt ganz vorne mit und greift mit seinen Programmen gerade Microsoft an. Unter http://docs.google.com finden sich Ersatzprogramme für Word und Excel, „Docs“ und „Spreadsheet“ heißen sie, und einen Terminkalender gibt es dort auch. Wer diese Programme benutzen will, muß sich nur vorher mit Name und E-Mail-Adresse anmelden, schon kann es losgehen. Der besondere Clou an Googles Büroprogrammen: Weil sie im Internet laufen, können mehrere Schreiber gleichzeitig am selben Text arbeiten - egal, wo sie gerade sitzen. Die fertigen Briefe lassen sich als Word-Datei verschicken. Googles Programme speichern die Briefe sogar im verbreiteten „PDF“-Format. An dieser Aufgabe scheitert Microsofts „Office“ immer noch.

          Auch Microsoft arbeitet daran, den Computernutzern das Leben leichter zu machen. Der Konzern bietet inzwischen zum Beispiel ein Programm im Internet an, das den Computer nach Viren durchsucht. Es heißt „Live Oncare“ und steht unter http://safety.live.com. Benutzer müssen zwar noch eine Datei installieren, sparen sich aber die laufenden Aktualisierungen; die macht Microsoft automatisch.

          Open Office bietet kostenlose Programme

          Bisher erfüllen solche Programme nur Grundfunktionen, denn sie sind noch recht neu. Für einen kurzen Brief reicht es meistens, für die Diplomarbeit aber nicht. Googles Tabellenkalkulation kann noch keine Grafiken zeichnen.

          Vorsicht ist auch mit den Kosten für das Internet geboten: Wer mit diesen Programmen arbeitet, muß lange im Internet sein - so lange, wie der Virenscan dauert oder der Autor an seinem Gedicht schreibt. Das lohnt sich nur für Leute, die ihre Internetverbindung nicht nach Zeit bezahlen. „Flatrate“- und „Volumen“-Tarife sind geeignet. Für geheime Dateien sind die Internetprogramme ebenfalls nicht die beste Wahl. Schließlich lagern Briefe und Tabellen nicht mehr auf dem eigenen Computer, sondern auf einem Rechner von Google oder Microsoft. Denen muß der Nutzer vertrauen.

          Wem das zu viele Haken sind, der muß doch wieder seinen im Umgang mit Computern versierten Freund bemühen, aber trotzdem nicht Hunderte von Euro für Microsoft Office ausgeben. Unter http://de.openoffice.org gibt es ähnliche Programme kostenlos zum Herunterladen. Wer das Ganze lieber auf CD hat, bestellt sich unter http://www.sun.de das Programm „Staroffice“.

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