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Notebook von HP im Test : Klappt im Büro

Ein bisschen dick: Der Pavilion x360 von HP mit klappbarem Display Bild: Hersteller

Gut verarbeitet, leise und mit manchem Extra ausgestattet: Das Notebook HP Pavilion x360 14 zeigt sich im Test als Gerät mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

          2 Min.

          Es soll nicht zu teuer sein, das nächste Dienst-Notebook, aber doch das eine oder andere Extra bieten, und natürlich kommt nur ein namhafter Hersteller infrage, der über Jahre hinweg Unterstützung liefert. Wie wäre es mit einem Windows-Gerät, das um die 800 Euro kostet, nicht der üblichen Knausrigkeit der Schnittstellen folgt und zudem zwei schöne Finessen bietet? Der Bildschirm lässt sich um fast 360 Grad nach hinten drehen und ist zudem berührungsempfindlich. Die eine oder andere Windows-Geste lässt sich somit per Fingertipp erledigen, und wenn die Anzeige komplett zurückgeklappt ist, wird aus dem Rechner ein (schweres) Tablet.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wir haben das Pavilion x360 14 von HP einige Zeit ausprobiert, seine Rivalen sind zum Beispiel das Ideapad Flex von Lenovo, ebenfalls ein Convertible, oder ein Vivobook Flip von Asus. Das HP kommt in einem silbergrauen Kunststoffgehäuse mit klaren Designlinien. Hier gibt es keine Überraschung. Das Gerät wirkt robust, aber mit einem Gewicht von 1,5 Kilogramm schwer und mit einer Dicke von zwei Zentimetern deutlich voluminöser als die Konkurrenz. Die beiden Scharniere halten die Oberseite in nahezu jedem Öffnungswinkel gut in Position. Ein Öffnen des Deckels mit nur einer Hand gelingt indes nicht. Bei einem Öffnungswinkel von mehr als 90 Grad hebt die Displayeinheit die Gehäuse-Unterseite leicht an, wird also quasi zum Standfuß.

          Die Tastatur mit zweistufiger Hintergrundbeleuchtung weist nur einen sehr kurzen Hub auf und könnte etwas mehr haptisches Feedback bieten. Einige Sondertasten sind für intuitives Bedienen eher ungünstig platziert. Ein biometrischer Fingerabdruckscanner fehlt. Das sehr große Touchpad zur Cursorsteuerung hat einen klaren Druckpunkt und gibt keinen Anlass zur Kritik.

          Der Bildschirm lässt sich um fast 360 Grad nach hinten drehen und ist zudem berührungsempfindlich.
          Der Bildschirm lässt sich um fast 360 Grad nach hinten drehen und ist zudem berührungsempfindlich. : Bild: Hersteller

          Die Anzeige des Pavilion x360 14 könnte im Zelt-Modus wunderbar abendlichen Filmgenuss bieten, löst allerdings über eine Diagonale von 14 Zoll nur mit Full-HD (1920 × 1080 Pixel) auf. Auch lässt die maximale Helligkeit der stark spiegelnden Anzeige zu wünschen übrig.

          Zum Zeitpunkt unseres Tests war das Pavilion x360 14 nur in einer Ausstattungsvariante lieferbar: Mit Core-i5-Prozessor der aktuellen, elften Generation (Tiger Lake). Der Vierkerner arbeitet mit einem Basistakt von 2,4 Gigahertz, lässt sich jedoch mit einem Turbo beschleunigen. Der Core-i5-1135G7 bietet eine insgesamt ordentliche Rechenleistung in der Mittelklasse. Unser Gerät kam mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher und einer 512-Gigabyte-SSD in M.2-Bauform. Für die Grafik ist Intels integrierte Grafikeinheit zuständig. Bei niedriger Auflösung und geringer Qualitätseinstellung laufen auch aktuelle Spiele. Dann ist der Lüfter des Notebooks durchaus zu hören. Im Allgemeinen und im Einsatz als Bürogerät bleibt das HP erfreulich leise.

          Zu den Pluspunkten zählt auch die reichhaltige Ausstattung mit Schnittstellen. Rechts liegen zwei herkömmliche USB-Anschlüsse sowie ein Schacht für Mikro-SD-Speicherkarten. Das Netzteil mit einem proprietären Anschluss lässt sich hier ebenfalls anstecken. Allerdings muss man es nicht verwenden, denn auf der linken Gehäuseseite ist ein USB-C-Anschluss, der nicht nur den Datentransport übernimmt, sondern auch zur Befüllung des Akkus dienen kann. Thunderbolt wird nicht unterstützt, wohl aber Power Delivery und Display Port zum Anschluss eines externen Monitors. Dieser kann indes auch mit der HDMI-Buchse angeschlossen werden. So gesehen darf man sich über zwei Videoausgänge freuen.

          W-Lan und Bluetooth 5 sind an Bord, die Akkulaufzeit liegt bei sieben bis acht Stunden, abermals nur ein mittelmäßiger Wert. Windows 10 ist nur in der Home-Version aufgespielt. Wie leider bei HP üblich, ist nervige Werbe-Software installiert. Alles in allem erhält man ein Gerät mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, das leise arbeitet und durch die Convertible-Bauform sowie den Touchscreen manchen Zusatznutzen bringt.

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