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Nokia und Microsoft : Nicht im Himmel geschlossen

Bild: dpa, AFP

Diese Ehe wurde aus der Not geboren. Nokia verzichtet künftig bei seinen Top-Geräten auf das hauseigene Symbian und setzt statt dessen Microsofts Windows Phone 7 ein. Nur in welche Richtung hat Nokia das Ruder herumgerissen?

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          Diese Ehe wurde nicht im Himmel geschlossen, sondern ist aus der Not geboren. Nokia, vor nicht einmal zehn Jahren der große Visionär und Stratege bei den allerersten Smartphones, verzichtet künftig bei seinen Top-Geräten auf das hauseigene Symbian-Betriebssystem und setzt statt dessen Microsofts Windows Phone 7 (WP 7) ein.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die Vorgeschichte ist bekannt: Einbrüche bei den Marktanteilen seit Jahren, Symbian schien nicht mehr zu retten. WP 7 hingegen ist neu, attraktiv und modern. Aber es setzt sich am Markt nicht durch. Apples iOS und Android dominieren in der Gunst der Kunden, die beiden bilden die Speerspitze des Fortschritts. WP 7 und Microsoft werden gewiss von der am Freitag verkündeten Allianz profitieren. Aber was hat Nokia davon?

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          Symbian geht unter, es wird zum Betriebssystem für Billigprodukte. Auch die Entwickler rund um Nokias Ovi-Welt werden sich zurückziehen. Nur die finnische Navi-Software „Maps“ findet in der neuen Allianz ein sicheres Plätzchen, alles andere hat langfristig keinen Bestand. Denn WP 7 bietet nur wenig Luft für Erweiterungen von Zulieferern und Hardware-Herstellern.

          Und das ist genau die Rolle, die Nokia künftig einnehmen wird: ein WP-7-Anbieter von vielen, ein Lizenznehmer von Microsoft-Technik, der sich in erster Linie mit guter Hardware behaupten muss. Nokia hat also das Ruder herumgerissen. Nur, in welche Richtung?

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