https://www.faz.net/-gy9-8fkuu

Huawei P9 : Das Leica-Smartphone

An diesem Mittwoch stellte Huawei in London sein neues Spitzengerät P9. Bild: Hersteller

Huawei hat an diesem Mittwoch das erste Smartphone mit Leica-Kamera vorgestellt. Das neue Spitzengerät P9 kommt in zwei Varianten. Einem aktuellen Trend folgen die Chinesen nicht.

          2 Min.

          Ausgerechnet China: Das erste Leica-Handy kommt nicht aus Deutschland, sondern aus Asien. An diesem Mittwoch stellte der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei in London sein neues Spitzengerät P9 in zwei Varianten vor. Die Überraschung ist eine Leica-Optik für die rückseitig verbaute Kamera. Diese hat eine Auflösung von 12 Megapixel und gleich zwei Objektive.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das Linsenpaar wird in der Summarit-Familie des traditionsreichen Kamera- und Objektivherstellers geführt. Es hat eine Anfangsblende von f/2.2 und eine Brennweite von 27 Millimeter. Zum Einsatz kommen asphärische Linsen mit geringer Verzerrung. Das zweite Kameraauge soll das Festlegen eines Fokuspunktes auf dem Bild in der Nachbearbeitung erlauben.

          Das P9 hat eine Bildschirmdiagonale von 5,2 Zoll. Bilderstrecke

          Bereits im Februar hatten die Chinesen mitgeteilt, dass sie künftig mit dem deutschen Traditionshersteller Leica in der Kameratechnik kooperieren. Die Entscheidung wundert Fachleute nicht: Die Smartphones von Huawei haben mittlerweile einen gewissen Kultstatus erreicht: Hochwertige Verarbeitungsqualität, kleiner Preis, trickreiche Funktionen und eine Betriebssoftware, die viel Nutzwert bringt.

          So lässt sich in etwa das Geheimnis des chinesischen Erfolgs zusammenfassen. Und nun will man mit dem starken Namen Leica vor allem die Mitbewerber Apple und Samsung ins Visier nehmen.

          Das neue Huawei P9 folgt indes nicht dem Trend immer größerer Smartphones, sondern bescheidet sich mit einer Bildschirmdiagonale von 5,2 Zoll. Die Displayauflösung liegt bei 1920 x 1080 Pixel. Der Achtkernprozessor Kirin 955 aus eigener Fertigung erreicht eine Taktfrequenz von bis zu 2,5 Gigahertz und kann auf drei Gigabyte Arbeitsspeicher zurückgreifen.

          In der Standardversion kommt das Gerät mit 32 Gigabyte ROM. Das aktuelle Android-Betriebssystem 6 wird ergänzt um den Huawei-Aufsatz Emui, der hier in der Version 4 verwendet wird. Der Akku speichert 3000 Milliamperestunden, die für anderthalb Tage ausreichend sein dürften.

          Mit USB-C-Anschluss

          Als eines der ersten Smartphones hat das neue P9 einen USB-Anschluss vom Typ C. Wie gehabt befindet sich auf der Rückseite ein Fingerabdruckscanner, der als biometrischer Zugangsschutz dient – und in den Vorgängermodellen bestens funktionierte. Das P9 kommt im April und kostet 570 Euro. Erste Eindrücke während der Pressekonferenz in London: Das Design mit sehr dünner Bauform und schmalen Rändern bringt keine Überraschungen und folgt dem ein Jahr alten Vorgängermodell.

          Als Modellvariante wurde das P9 Plus vorgestellt. Diese Premium-Version mit einem 5,5-Zoll-Display in Amoled-Technik, vier Gigabyte RAM und 64 Gigabyte Speicher hat ebenfalls einen Full-HD-Bildschirm. Der Akku ist etwas größer und hat 3400 Milliamperestunden. Es soll 700 Euro kosten und kommt im Mai.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Brexit-Reaktionen in Brüssel : Demonstrative Gelassenheit

          Das nächste Brexit-Chaos in London? In Brüssel gibt EU-Ratspräsident Donald Tusk einen gelassenen Ton vor. Bis zur Entscheidung über das Verlängerungsschreiben werden wohl noch einige Tage vergehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.