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Neuer Standard : USB kopiert Apples Lightning

Das Vorbild: Lightning von Apple. Typ C für USB sieht ähnlich aus. Bild: Eilmes, Wolfgang

Das USB-Konsortium hat den neuen Anschluss USB 3.1 Typ C freigegeben. Dieser internationale Standard sieht aus wie Apples Lightning-Anschluss - und hat klare Vorteile.

          Manchmal sind es die kleinen Dinge, die besonders viel Freude machen. Endlich hat jemand „mitgedacht“, plötzlich wird alles viel einfacher. Eine solche Zäsur war der kleine Lightning-Port, den Apple für das iPhone 5 im September 2012 vorstellte. Anfangs wurde der Hersteller für die neue Schnittstelle gescholten: Sämtliches Zubehör sei nicht mehr kompatibel, Apple sei von einem bewährten, fast zehn Jahre alten Standard abgewichen, Lautsprecher und Docking-Stationen würden zu teurem Elektroschrott.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Was die Kritiker damals übersahen: Apple bot sofort einen Adapter an, um die Kompatibilität zum Großteil des alten Zubehörs sicherzustellen, und Lightning hat viele Vorteile: Die neue Schnittstelle ist nicht nur schneller, komplett digital und mit einer Einrast-Automatik versehen. Lightning hat darüber hinaus auch den Pluspunkt, dass der Stecker beidseitig verwendbar ist, man also nicht auf das „richtige“ Einstecken achten muss.

          Heute gilt Lightning als etabliert, und, oh Wunder, das USB-Konsortium kopiert Größe und Idee für den neuen Anschluss USB 3.1 Typ C. Dieser internationale Standard sieht aus wie Lightning und ist ebenso klein (2,5 × 8,3 Millimeter). Wie bei Lightning sind die Ecken stark abgerundet, damit sich der Stecker leichter einführen lässt. Da die Platine in der Buchse mittig sitzt und beidseitig belegt ist, lässt sich der Neue nun ebenfalls in jeder Ausrichtung verwenden.

          USB 3.1 bringt ferner ein abermals erhöhtes Tempo mit. Sind bislang 5 Gigabit pro Sekunde für das schnelle USB 3.0 üblich, werden die neuen Ports die Übertragung mit 10 Gigabit pro Sekunde erlauben. Zur Stromversorgung sind die Anschlüsse für bis zu 5 Ampere ausgelegt. Ob zum Beispiel auch 20 Volt bei 3 Ampere, also 60 Watt für das Laden von Notebooks unterstützt werden, ist noch offen.

          Derzeit arbeiten alle Hersteller mit Hochdruck an den ersten USB-Typ-C-Steckern. Es gibt allerdings noch keine Produkte. Erste Bilder hat das Konsortium in dieser Woche herausgeben. Die vorerst letzte Ankündigung besteht darin, dass auch Typ C wie Lightning mit einem hörbaren und fühlbaren Klicken in der Buchse einrasten soll.

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