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Neue Modelle : Das iPhone - die nächste Generation

Das neue iPhone 6 und 6 Plus Bild: dpa

Während Apples Smartwatch erst im nächsten Jahr kommt, sind die neuen iPhones schon bald zu haben. FAZ.NET stellt die beiden Modelle vor.

          Am Dienstag hat Apple in Kalifornien zwei neue iPhone-Modelle vorgestellt, das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus. Das neunte und das zehnte iPhone seit 2007 wachsen über die gewohnte Bauform hinaus und wollen mit Innovationen im Detail glänzen.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Beide neuen iPhones sind deutlich größer als die bisherigen Modelle. Startete Apples Smartphone ursprünglich mit einer Bildschirmdiagonale von 3,5 Zoll, wuchs das iPhone 5 im Jahr 2012 auf 4 Zoll, und nun sind es 4,7 und 5,5 Zoll. Ein üppiges Display ist modern. In der Android- und Windows-Phone-Welt sind 5 Zoll ein typisches Maß der Oberklassegeräte, einzelne gehen sogar über 6 Zoll hinaus. Aber wo liegt der Gewinn?

          Der Rivale des Tablet PC

          Das Größenwachstum spiegelt das geänderte Nutzungsverhalten von Smartphones wider. Stand früher das Telefonieren im Vordergrund, ist es nun der produktive Umgang mit Apps und Inhalten, und bei einem Arbeitsgerät kann das Display nicht groß genug sein. Man sieht mehr. Das supergroße Smartphone wird also zum Rivalen des Tablet PC. Dass man dann auf die einhändige Bedienung verzichten muss, wird überwiegend hingenommen.

          Aus Gründen der Größe wechselt der Ein- und Ausschalter des iPhone 6 und 6 Plus seine Position von der oberen auf die rechte Seite. Die neuen Modelle sind etwas dünner, die Ecken weicher abgerundet. Auf der Rückseite ragt nun die Kameraoptik ein wenig über das Gehäuse hinaus. Davon abgesehen bleibt es bei einem Unibody-Gehäuse. Die Farbvarianten sind Silber, Gold und Grau. Die beiden neuen Geräte sind vor allem extrem dünn: 6,9 und 7,1 Millimeter, das 6 Plus ist das dickere.

          Die Bildschirmauflösung der beiden Geräte wächst von 1136 x 640 Pixel auf nunmehr 1334 x 750 und 1920 x 1080 Pixel. Spektakulär ist diese Auflösung nicht. Wie gehabt verwendet Cupertino für den Bildschirm die IPS-Technik, die im Unterschied zu vielen Amoled-Anzeigen auch bei hellem Sonnenlicht ablesbar bleibt.

          Angeblich 25 Prozent schneller

          Der neue A8-Prozessor der jungen Geräte ist nach Angaben von Apple 25 Prozent schneller als der A7 im iPhone 5S, der wiederum noch immer einer der schnellsten Prozessoren auf dem Markt ist, obwohl er mit nur zwei Kernen auskommen muss. An der mit dem iPhone 5S eingeführten 64-Bit-Architektur hält Apple natürlich fest. Der Koprozessor, der sich um die kontinuierliche Bewegungs-Aufzeichnung kümmert und den Schrittzähler des iPhone mit Informationen versorgt, heißt nun M8 und berücksichtigt neu bei Fitnessaktivitäten auch die absolvierten Stufen einer Treppe.

          Während das iPhone 5S mit einem LTE-Modul nach Cat 3 funkt und eine Maximalgeschwindigkeit im Download von 100 MBit/s erreicht, sind es nun bei den 6er-Modellen bis zu 150 MBit/s nach Cat 4. Solche superschnellen LTE-Verbindungen sind in Deutschland nur an wenigen Orten erreichbar.

          Wichtiger ist mehr Datentempo im W-Lan: Die neuen iPhones unterstützen den bis zu 1 GBit/s schnellen Standard IEEE 802.11ac. Er realisiert die hohen Durchsätze mit parallelen Datenströmen. Apple setzt diese Technik bereits in der jüngsten Generation seines Macbook Air und seines Routers Airport ein.

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