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Unterwegs mit Natur-Apps : Was kreucht und fleucht denn da?

Mit passender App ist diese Szene schnell bestimmt: Eine Holzbiene und ihr Frühstück, der Nektar des „Aufrechten Ziest“ Bild: Anna-Lena Niemann

Laien können lernen, die Natur um sich herum zu entschlüsseln. Passende Apps helfen, Pflanzen, Tiere oder Vogelgesänge zu bestimmen. Das dient sogar der Wissenschaft.

          5 Min.

          Bei der Aussicht auf die immergleiche Spazierrunde im Lockdown-Radius wirkte Zuhausebleiben eine Zeit lang gar nicht mehr so unattraktiv. Bis vor Kurzem zumindest. Denn mit Wiederholungen ist es so eine Sache. Wer etwas oft genug macht, die gleiche Runde um den Park zum Beispiel, stellt irgendwann fest, dass aus dem Immergleichen ein Immeranders wird. Veränderungen sind erst klein und dann gesprächsfüllend. Was blüht denn hier? Das war doch gestern noch nicht da! Ist das jetzt eine Hummel oder eine Biene oder was ganz anderes, weil: nie gesehen!

          Anna-Lena Niemann
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Obwohl immer mehr Pflanzen und Tiere auf Rote Listen wandern, ist es um das Wissen, was da nun so blüht und brummt, nicht gut bestellt. Dabei muss es nicht gleich der 300 Seiten dicke Pilzführer sein. Ein handliches Smartphone ist mehr als nur ausreichend, um die uns umgebende Natur zu entschlüsseln. Eine kleine Auswahl, fünf Natur-Apps, haben wir getestet. Den Anfang macht der „Animal Tracker“, der insofern nur eine halbe Natur-App ist, als dass er auch vom Sofa aus bedient werden kann. Die App, für die das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie zuständig ist, dokumentiert, wie sich Tiere über den Globus bewegen. Dazu speisen Wissenschaftler die Bewegungsdaten besenderter Tiere in die Forschungsdatenbank „Movebank“, die durch den Animal Tracker auch Laien zugänglich ist. Mit Ausnahme streng geschützter Arten, die im Visier von Wilderern stehen. Ihre GPS-Koordination sind nicht öffentlich.

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