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Wandlautsprecher von Symfonisk : Musik vom Möbel-Multi

  • -Aktualisiert am

Deko und Tonquelle in einem: Wandlautsprecher Symfonisk Bild: Symfonisk

Sonos und Ikea spielen abermals gemeinsam auf und hängen einen Funklautsprecher an die Wand. Das klingt besser als es der moderate Preis vermuten lässt.

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          Sie haben es wieder getan. Immer wenn Sonos und Ikea gemeinsam Pläne schmieden, kommt am Ende ein Drahtloslautsprecher mit dem Familiennamen Symfonisk heraus, der ins Sortiment des Möbel-Multis einzieht. Jetzt ist der jüngste Symfonisk da. Seine älteren Geschwister, ein quaderförmiges Böxchen im Rastermaß der Kallax-Regale und ein weiteres Modell mit rundlicher Figur, das zugleich als Fuß einer Tischlampe funktioniert, freuen sich über den neuen Spielkameraden, den Ikea zum Preis von 179 Euro anbietet.

          Symfonisk Nummer drei geriet diesmal kniehoch, flach und rechteckig – wie ein Bild, das am liebsten an einer Wand hängt. So haben sich die beiden Eltern das auch gedacht. Und abermals sind sie ihrer eingespielten Arbeitsteilung gefolgt. Sonos hat die technische Entwicklung und akustische Abstimmung beigesteuert, Ikea das Design. Warum nicht? Lautsprecher müssen ja nicht immer dem Kastendenken folgen. An einer Wand können sie sich zugleich tönenden und dekorativen Aufgaben widmen. Dort lassen sie sich über mitgelieferte Haken fixieren oder lässig anlehnen. Dafür finden sich weitere Fixierungen im Lieferkarton, darunter ein flexibles Sicherungsband und rutschfeste magnetische Winkel für die nötige Bodenhaftung.

          So flach wie stumme Produkte der bildenden Kunst sind die Neuen aber nicht geraten. Immerhin sind sie mit 5,5 Zentimeter Tiefe noch etwas dicker als ein moderner Fernseher, aber ein bisschen Volumen braucht selbst der zierlichste Lautsprecher. Für den dekorativen Part ist vor allem die wechselbare Frontverkleidung zuständig. Ikea bietet weiße und schwarze Standardversionen mit dezentem Netzmuster an, hat aber schon ein knappes Dutzend weitere Motive parat, vom Graffiti-Look über den mächtigen Hirsch bis zur großblättrigen Rose. Noch mehr Abdeckungsvarianten, Preis jeweils 30 Euro, sollen folgen. Wir empfehlen, neutrale und einfarbige Varianten ins Programm zu nehmen.

          Im flachen, aus Kunststoff gefertigten Korpus sitzen zwei Chassis, ein drei Zentimeter großer Kalottenhochtöner und ein Tiefmitteltöner mit neun Zentimeter Durchmesser. Der ins Gehäuseinnere abgestrahlte Schallanteil gelangt über einen flachen Bassreflexkanal an die Außenwelt. Die Musikübertragung funktioniert über das WLAN. Die Sonos-App meldet den Lautsprecher im System an und organisiert den Zugriff auf die Musik. Die kann aus einem Datenspeicher im Netzwerk stammen oder aus einem der vielen Streamingdienste, die sich unter dem Sonos-Dach tummeln. Die App organisiert zudem das Zusammenspiel mit weiteren Geräten im System. Ein zweiter Wandlautsprecher könnte seinen Artgenossen zum Stereoset ergänzen. Wenn die beiden an gegenüberliegenden Wänden hängen, taugen sie auch als Surroundlautsprecher im Heimkinosystem, etwa im Zusammenspiel mit der Sonos-Soundbar Arc.

          Zur Multiroom-Beschallung lassen sich die Symfonisk-Lautsprecher mit allem kombinieren, was das Sonos-Sortiment hergibt. Nicht immer muss die App die Musik dirigieren. Über AirPlay 2 können Apple-Geräte die Lautsprecher auch direkt anfunken. Besonders hilfreich fanden wir die Sonos-Einmessfunktion Trueplay, denn unmittelbare Wandnähe ist für Lautsprecher eine problematische Position. Trueplay passt, wenn nötig, den Sound an – mit Testsignalen, die ein iPhone oder ein iPad mit seinem Mikrofon auffängt und auswertet. Was dabei herauskam? Kein spektakuläres HiFi, aber angenehmer, stimmiger Klang für die dezente Unterhaltung. Deutlich gefälliger jedenfalls, als es der moderate Preis der Lautsprecher vermuten lässt.

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