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Spielbericht Lego-Roboter : Sturm ohne Drang

Gruppenbild mit Roboter: Aber so wird das Kind Mindstorms Roboter Erfinder von Lego nie sehen. Denn es kann immer nur einen zusammenbauen. Bild: Lego

Lego lockt die digitale Generation mit Mindstorms. Für diese Roboter brauchen Kinder ein Tablet oder Smartphone. Wie spielt sich das?

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          Wo ist eigentlich die Anleitung? Vater und Sohn durchsuchen mehrmals den Inhalt der Lego-Verpackung, nachdem die mit Einzelteilen gefüllten Plastiktüten zur Seite gelegt waren. Hier sollen kleine Roboter entstehen. Bisher haben wir nur ein dünnes Heftchen gefunden. Ein Quick-Start-Guide? So etwas kennt man eher von Gerätschaften wie Smartphones oder Kopfhörern, die selbsterklärend sind. Aber nicht von Lego. Normalerweise liegt jedem Bausatz ein dickes Buch bei, in dem Schritt für Schritt mit Bildern gezeigt wird, wie man die Einzelteile zusammensetzt. Denn ohne Anleitung läuft bei Lego gar nichts. Irgendwann wurde uns dann klar: Für „Mindstorms Roboter Erfinder“ zum Preis von 360 Euro gibt es keine gedruckte Anleitung. Es steht alles in der App, zu deren Download der Quick-Start-Guide auffordert.

          Lego nimmt es ernst mit der digitalen Erziehung. Schließlich will das Unternehmen mit der Modellreihe Mindstorms Kinder mit der Roboter-Erfinder-App spielerisch an das Programmieren heranführen. Mit Befehlen lassen sich die Roboter steuern. Das funktioniert allerdings für viele Kinder nur im Zusammenspiel mit den Eltern. Denn unser zehnjähriger Sohn hat weder ein eigenes Smartphone noch Tablet. Also öffnet sich auf Papas iPad die App. Doch selbst wenn Kinder – Lego empfiehlt das Set für Spieler ab zehn Jahren – im Besitz eines mobilen Gerätes sind, kommen sie ohne elterliche Hilfe nicht weiter.

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