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Microsoft Surface im Test : Augen auf beim Notebook-Kauf

Bild: Frank Röth

Die neuen Rechner von Microsoft haben nicht wenige Fallstricke. Man achte bei der Wahl auf die Prozessoren.

          4 Min.

          Wer noch vor Weihnachten mit dem Kauf eines Microsoft-Notebooks liebäugelt, halte die Augen besonders gut auf. Denn es gibt Fallstricke, die kaum zu glauben sind. Das jüngst überarbeitete Surface Laptop im klassischen Notebook-Design trägt jetzt die Versionsnummer 3 und ist neuerdings auch als 15-Zoll-Gerät erhältlich. Hier gibt es jedoch eine Besonderheit, die man unbedingt beachten sollte. Statt Intel-Prozessoren kommen die AMD-Chips der Reihe Ryzen 5 und Ryzen 7 zum Einsatz. Im Test der Kollegen von „The Verge“ war ein Gerät mit mittlerer Ausstattung, das in Deutschland 1850 Euro kostet, so langsam, dass es nicht möglich war, aktuelle Spiele selbst in reduzierter Auflösung zu spielen. Den Versuch, ein fünfminütiges Video mit Adobe Premiere Pro zu exportieren, brach die Redaktion nach 51 Minuten ab. Ein drei Jahre alter Macbook benötigte für dieselbe Aufgabe 17 Minuten. Noch kurioser: 4K-Videos auf Youtube ruckelten bei der Wiedergabe. Es handelt sich, wie gesagt, um ein neu vorgestelltes Modell. Um das Surface Laptop 3 mit 15 Zoll mache man also einen großen Bogen, es ist teuer und langsam.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das Surface Laptop 3 mit 13-Zoll-Anzeige erhielten wir als Testgerät, hier kommen wahlweise Intel-Core-i5 oder -i7 Prozessoren zum Einsatz, bei uns war es ein Core i7 1065 G7 mit 16 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte SSD. Der Preis beträgt 1750 Euro, liegt also auf Oberklasseniveau. Auf den ersten Blick erinnert das Design mit interessanten Farben wie „Sandstein“ oder „Kobalt Blau“ an ältere Macbooks. Wie gehabt gibt es einige Farbvarianten mit Alcantara-Bezug. Das Touchpad fällt mit einer Diagonale von 5,3 Zoll geradezu riesig aus. Das Gewicht von 1,3 Kilogramm ist angemessen.

          Das Display ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Zum einen wegen des ungewöhnlichen Seitenverhältnisses von 3:2 statt 16:10. Das hat seine Vorteile beim Betrachten oder Bearbeiten von Fotos, erweist sich jedoch mit schwarzem Trauerrand oben und unten als nachteilig beim Filmkonsum. Die Farbtreue, den Kontrast und die Qualität des berührungsempfindlichen Displays mit 2256 × 1504 Pixel kann man loben. Leider spiegelt die Anzeige, und einige Tester beklagen sich, dass die automatische Anpassung von Helligkeit und Kontrast nicht immer funktioniert.

          Surface Laptop 3

          Mit dem Core-i7-Prozessor der zehnten Generation ist das Surface Laptop 3 hinreichend schnell, aber nicht für aufwendige Spiele geeignet. In der Einstiegskonfiguration für 1150 Euro muss man sich mit dem Core-i5-Prozessor bescheiden, was kein Problem sein dürfte, aber bekommt nur eine 128-Gigabyte-SSD. Mehr Speicherplatz lässt sich Microsoft fürstlich bezahlen. Das 1-Terabyte-Modell kostet 2650 Euro. Wer auf den Gedanken kommt, angesichts niedriger Preise für Nachrüst-SSD den Speicher selbst aufzurüsten, sieht sich mit dem Hinweis von Microsoft auf der Website konfrontiert, dass die SSD nicht vom Nutzer gewechselt werden darf. Zudem handelt es sich um die wenig verbreitete Bauform M.2 2230.

          Dass man ungeachtet des hohen Preises auf einen biometrischen Fingerabdruckscanner ebenso verzichten muss wie auf Windows 10 Pro, erscheint ärgerlich, und dazu kommt die magere Ausstattung mit Schnittstellen: Der Akku wird mit einem proprietären Anschluss geladen, der ähnlich wie die älteren Magsafe-Adapter des Mac sich schnell löst und damit Sturzunfälle vermeidet. An der linken Seite findet man nur eine USB-C-Schnittstelle, die zwar Displayport unterstützt, aber nicht, das lässt einen ratlos zurück, den flinken Datentransport mit Thunderbolt. Daneben gibt es einen weiteren USB-A-Anschluss, es fehlen also Speicherkarten-Slot, Ethernet und HDMI. Mit typischen Office-Aufgaben hält der 45-Wattstunden-Akku zwischen sechs und acht Stunden durch. Im laufenden Einsatz ist das Gerät dankenswert leise, wird aber bei Spielen und rechenintensiven Aufgaben schnell heiß und dann auch durchaus hörbar.

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