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Surface Book 2 im Test : Microsoft zieht ganz schön ab

Hauptelement dieser Funktionalität ist das bewegliche Scharnier, das sich beim Aufklappen nach hinten entrollt. Dieses sorgt für die außergewöhnliche Form des Surface Book: Es ist keilförmig. Zum Transport macht sich diese Form ganz gut, weil sich die runde Seite in die Hand schmiegt. In geöffnetem Zustand könnte das Scharnier manchmal etwas steifer sein. Bei unruhigen Fahrten im Zug wackelt der Bildschirm etwas. Ob der Winkel des Scharniers größer sein sollte und damit noch mehr nach hinten gekippt werden könnte, ist Geschmacksache. Ebenso der Einsatz des Surface Book als Tablet oder Monitor. Auch wenn der Umbau schnell und reibungslos vonstattengeht, nutzten wir das Gerät die meiste Zeit als Notebook. Möglicherweise muss man sich erst an diese Option gewöhnen. Vielleicht braucht man sie aber auch nur selten.

Was mittlerweile im Alltag unverzichtbar ist und von allen Herstellern eingesetzt werden sollte, ist ein berührungsempfindlicher Bildschirm. Allein das Scrollen per Wischgeste erleichtert die Bedienung des Browsers ungemein. Überhaupt ist das 13,5 Zoll große Display, das mittlerweile auch in 15 Zoll erhältlich ist, eines der Highlights dieses Notebooks. Mit der Auflösung von 3000 mal 2000 Pixeln, den feinen Farben und dem 3:2-Verhältnis macht das Arbeiten mit dem Surface Book sehr viel Spaß. Einziger Wermutstropfen wie bei vielen Displays: Es spiegelt sehr stark bei Sonnenlicht.

Auch die anderen Eigenschaften überzeugen. Das Trackpad hat üppige Maße und reagiert zuverlässig auf die Fingergesten. Auf der Tastatur schreibt es sich sehr gut, die Tasten könnten allerdings noch ein bisschen leiser sein. Außer diesen Geräuschen gibt es nichts zu hören. Der Lüfter verhielt sich ruhig. Die Geräte mit i5-Prozessoren kommen sogar ganz ohne aktive Kühlung aus. Der Akku befreit den Nutzer für viele Stunden von der Steckdosennutzung. Der i7-Prozessor der neuesten Generation macht genügend Tempo für alle im Test eingesetzten Anwendungen und ist auch für Videoschnitt und anderes geeignet.

Dass das etwas mehr als eineinhalb Kilogramm schwere Surface Book außerordentlich gut ausgestattet und verarbeitet ist, steht außer Frage. Das ergibt sich schon durch einen Blick auf den Preis. 3450 Euro werden für das Surface Book fällig, so wie es für uns konfiguriert war: i7-Prozessor, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 1 Terabyte Festplatte. Die günstigste Variante mit i5, 8 Gigabyte Ram und 256 Gigabyte SSD-Speicher kostet 1750 Euro.

Kaufen oder nicht kaufen?

Die Frage, die sich stellt: Wer soll es kaufen? Preislich bewegt sich das Surface Book auf dem Niveau von Apples Macbook Pro oder Lenovos Thinkpad X1 Carbon. Letzteres wird vom Unternehmen als „Geschäftslaptop“ beworben. Aufgrund der Marktanteile von Apple dürften auch dessen Produkte für diesen Zweck häufig zum Einsatz kommen. Microsoft versucht mit dem Surface Book den Spagat. Einerseits profitieren Geschäftsleute von den Convertible- und Detachable-Funktionen. Andererseits lockt das Notebook mit dem Einsatz des Stiftes und in der High-End-Ausstattung mit i7-Prozessor und einer 1 Terabyte großen Festplatte Kreative, die mit Video und 3D-Anwendungen zu tun haben. Der hohe Preis lohnt sich für alle, welche die Multifunktionalität nutzen.

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