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Microsoft Flight Simulator : Fliegen lernt er auch noch

  • -Aktualisiert am

Tour über Rio de Janeiro in der Extra 330LT. Mit der Kunstflugmaschine lassen sich imposante Loopings und Rollen fliegen. Die Modelle der 300-Serie gehören seit Jahren zur Standardflotte des Flugsimulators. Bild: Dietmar Spehr

Der neue Microsoft Flight Simulator 2020 zeigt die Welt in phantastischen Bildern. Als Privatpilot findet man einige gute Gründe, um auch virtuell abzuheben. Allein mit der Simulation von Flugzeugen hapert es noch.

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          Mit dem neuen Flight Simulator 2020 hat Microsoft sein Produktportfolio um einen weiteren Bestseller erweitert. So befindet sich das vom französischen Studio Asobo entwickelte Programm seit Wochen auf der Liste der zehn meistverkauften Titel der Spieleplattform Steam. Microsoft hat sich bei der Entwicklung vor allem auf die Erschaffung einer leistungsfähigen Plattform konzentriert. Erweiterungen von Dritten können und werden folgen. Die Darstellung der Landschaft spielt dafür eine wichtige Rolle. Erstmals kommt dafür eine Cloud-Infrastruktur zum Einsatz. So liefert das Programm offline nur eine Minimallandschaft und greift online auf Geodaten zu, darunter auf jene des Microsoft-Kartendienstes Bing Maps. Herkömmlich auf Bluray-Disc ausgeliefert, wären für diese Datenflut 20.000 Scheiben nötig. Eine schnelle Datenleitung, Microsoft empfiehlt mindestens 20 MBit/s, optimal sind 50, zahlt sich also aus.

          Dank Cloud kann ohne zusätzliche Erweiterungen die ganze Welt in hoher Auflösung dargestellt werden. Sofern nicht ohnehin bereits 3D-Informationen zu Gebäuden hinterlegt sind, bestückt ein Algorithmus zusätzlich die aus Satellitenaufnahmen zusammengesetzte Landschaft mit dreidimensionalen Gebäuden. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erkennen die Cloud-Rechner von Microsoft, welche Art von Bauwerk auf der Luftaufnahme zu sehen ist. Dabei werden sogar regionale Stile berücksichtigt, vom englischen Vorort-Bungalow bis zum deutschen Klinkerbau. Im Prinzip funktioniert das für die Welt und die rund 37 000 abgebildeten Flughäfen bereits mit dieser Automatik recht gut. Die Entwickler legten in ausgewählten Gebieten jedoch selbst Hand an und modellierten die virtuelle Welt manuell. So gibt es in den drei verschiedenen Varianten des Spiels, der Standard-, der Deluxe- und der Premium-Edition (rund 70, 90 und 120 Euro), jeweils 30, 35 und 40 von Asobo gestaltete Flughäfen, die ihrem Original ausgesprochen ähnlich sehen.

          Auch beim Wetter setzt der neue Flight Simulator 2020 Maßstäbe. Der Anwender kann wahlweise auf das Live-Wetter zugreifen oder ein eigenes Szenario erschaffen. Vom Bodennebel bis zur Zirrus-Wolke werden die Elemente nicht einfach in eine statische Landschaft eingeblendet, sondern folgen bei ihrer Entstehung und Auflösung den physikalischen Gesetzen. Dabei fließen auch Faktoren wie die Art des Untergrunds und die Höhenstrukturen in die Berechnung ein. Der Aufwand hat sich sichtbar gelohnt, die grafische Darstellung ist eine Augenweide. So bricht sich das Licht realistisch in den Wolken und wirft schön anzusehende Schatten.

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          Im Test : Microsoft Flight Simulator 2020

          Auch dank der Wetterdarstellung ist es ein großes Vergnügen, die so schön dargestellte und ausgeleuchtete Welt virtuell zu erkunden. Ob Flüge über die schneebedeckten Gletscher Alaskas, die grünen Hügel Afrikas oder das Lichtermeer von Los Angeles bei Nacht – nie war die Darstellung näher an der Realität. All das lädt ein, mit einem der vielen kleinen Flugzeuge im Tiefflug erst die eigene Heimat aus der Luft zu entdecken und dann auf große Weltreise zu gehen.

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