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Matebook E und Matebook X : Die Notebooks von Huawei machen dem Macbook Konkurrenz

Matebook X – das goldene Modell kommt allerdings nicht nach Deutschland. Bild: Marco Dettweiler

Huawei ist der Smartphone-Markt nicht genug. Die Chinesen bieten nun auch Notebooks an. Wir waren bei der Präsentation dabei und haben uns die neuen Geräte angeschaut.

          Wenn ein Unternehmen ein neues Notebook vorstellt, und über dieses in größerem Umfang berichtet wird, heißt es normalerweise Apple – und das Produkt irgendetwas mit Macbook. Nun hat an diesem Dienstag Huawei sein Matebook X präsentiert, und der Bericht über dieses Produkt wird ebenfalls etwas größer aufbereitet. Warum?

          Das hat zwei Gründe: Erstens sieht das Matebook X dem Macbook nicht nur vom Namen her sehr ähnlich. Zweitens sollte man es sehr ernst nehmen, wenn Huawei in einen neuen Markt einsteigt. Denn den Smartphone-Markt mischen die Chinesen seit einigen Jahren schwer auf.

          Matebook in der 2. Generation

          Doch zunächst zu einem Segment, in das Huawei vor etwas mehr als einem Jahr eingestiegen ist. Auf dem Mobile World Congress 2016 präsentierte CEO Richard Yu das Matebook. Das ist ein sogenanntes 2-in-1: ein Tablet, aus dem ein Notebook wird, wenn man die entsprechende Tastatur anschließt, die zugleich auch Schutzhülle ist. Solche Geräte werden populärer, Huawei will mitmischen. Weiterhin.

          Am Dienstag war die zweite Generation zu sehen. Am Namen zu erkennen an dem Zusatz „E“. Das Tablet selbst hat sich äußerlich und im Innern wenig verändert. Der Connector, an den die Tastatur „geklebt“ wird, hat nun nur noch 3 Pins, was die physische Verbindung festigen soll. Im Innern werkelt weiterhin in der mittlereren Ausstattung ein Intel i5 der siebten Generation. Mit 4 Gigabyte ist der Arbeitsspeicher nicht üppig, aber ausreichend. Das gleiche gilt für den internen Speicher von 256 Gigabyte.

          Oben rechts der An- und Ausschaltknopf, der zugleich auch Fingerprintsensor ist. Bilderstrecke

          Die größte Veränderung hat die Schutzhülle mit Tastatur erfahren. Das liegt wohl auch daran, dass diese in den Tests der ersten Generation des Matebooks im Mittelpunkt der Kritik stand. Setzte man das Matebook auf den Schoß, um darauf zu schreiben, wackelte alles ein bisschen und war instabil. Die Tastatur ist etwas steifer geworden, die Verbindung zwischen ihr und Tablet fester. Damit hat sie zwar noch nicht die gleiche Standhaftigkeit wie bei einem Notebook erreicht, im ersten Hands-on ließ sich jedoch gut mit dem Matebook E schreiben. Ebenfalls neu: Der Klappständer hat nicht mehr nur zwei Stellungen, sondern kann jetzt beliebig eingestellt werden. Auch diese Änderung ist sehr nützlich.

          Für den anspruchsvollen Preis von 1200 Euro (in der genannten Konfiguration mit i5, 4 GB Arbeitsspeicher und 256 GB internem Speicher) mit Windows 10 Home gibt es bei der zweiten Generation die Schutzhülle mit integrierter Tastatur und das Matedock dazu, das alle wichtigen Schnittstellen in Form eines kleinen Kästchens vereint. In gewisser Weise ist das Matebook E also günstiger geworden. Schraubt man seine Ansprüche beim Prozessor und internem Speicher etwas runter, geht es schon bei 1000 Euro los.

          Leichtes Notebook mit schwerem Preis

          Das Highlight der Veranstaltung war zweifelsohne das Matebook X. Auch hier erfindet Huawei eine Gattung nicht neu, sondern drängt sich wie immer mit Ambitionen und Macht auf den Markt. Das Matebook X ist Huaweis erstes Notebook. Es hat jenes Design, das im Moment angesagt ist: schick, dünn und leicht. Das ist eigentlich seit Jahren die Domäne von Apple. Mit dem Macbook hatte das Unternehmen aus Cupertino vor zwei Jahren gezeigt, was die Benchmark ist. Huawei hat sich an diesem – sagen wir – durchaus orientiert.

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