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Macworld : 17-Zoll-MacBook und DRM-freies iTunes zum Abschied

  • Aktualisiert am

Eine der wenigen Neuigkeiten: das neue MacBook Pro mit 17-Zoll-Display Bild: AP

Es war die erste Macworld ohne Steve Jobs und die letzte Konferenz, an der Apple noch teilnimmt. Marketing-Chef Schiller verabschiedete sich nicht mit einem Feuerwerk, sondern bot der Apple-Gemeinde eine mäßig belegte Obst-Schale an.

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          Weder ein neues iPhone noch ein neuer Mac Mini: Apple hat sich ohne spektakuläre Produktvorstellungen von der Macworld Expo verabschiedet. In Abwesenheit von Konzern-Chef Steve Jobs kündigte Marketingchef Phil Schiller am Dienstag den Verkauf von Musik ohne Kopierschutz im Online-Shop iTunes sowie eine neue Variante des Profi-Notebooks MacBook Pro an.

          Zudem ist ein neuer internetbasierter Dienst geplant, mit dem Nutzer Dokumente online ablegen und gemeinsam bearbeiten können. Der Computer-Hersteller bleibt der Messe in San Francisco künftig fern. Konzernchef Steve Jobs zeigte sich beim letzten Auftritt wie zuvor angekündigt nicht.

          Musik ohne Kopierschutz

          Apple verkauft in seinem Online-Shop iTunes künftig Musik ohne Kopierschutz. Ab sofort seien rund acht Millionen Songs ohne Beschränkungen durch Digital Rights Management (DRM) verfügbar, sagte Schiller. Künstler aller großen Musikverlage seien an Bord. Zudem können die Plattenfirmen künftig unterschiedliche Preise verlangen. Bislang kosteten alle Songs einen Dollar - die Industrie hatte auf ein differenziertes Modell gedrängt.

          Er vertrat Steve Jobs: Marketing-Chef Phil Schiller
          Er vertrat Steve Jobs: Marketing-Chef Phil Schiller : Bild: AFP

          Schiller kündigte eine neue Version des Profi-Notebooks MacBook Pro an. Das mit 17 Zoll größte Gerät des Herstellers sei leichter und flacher als je zuvor. Der Akku habe eine Lebensdauer von bis zu fünf Jahren und sei damit leistungsfähiger als alle Vorgänger.

          Gesichter automatisch erkennen

          Neuerungen wurden auch bei der Software angekündigt: Die im Multimedia-Paket iLife enthaltene Foto-Software erkennt künftig automatisch Gesichter und kann so alle Bilder von einer Person per Mausklick anzeigen. Zudem lassen sich Aufnahme nach ihren geografischen Koordinaten ordnen. Über eine Landkarte wie Google Maps können Nutzer alle Fotos aus der Umgebung suchen. Kameras mit GPS-Funktion wie das iPhone ergänzten solche Daten bereits bei der Aufnahme, betonte Schiller. Die Geocodes können jedoch auch manuell vergeben werden.

          Musikfans dürften sich über das Update für das in iLife enthaltene Programm GarageBand freuen. Es bietet nun ein Musik-Lernprogramm mit prominenten Künstlern wie Sting oder Norah Jones, die ihre Songs erläutern und lehren.

          Auch das Büro-Paket iWork erhält ein Update - es ist ab sofort erhältlich. Käufer haben Zugang zu dem neuen, internetbasierten Dienst iWork.com. Er macht es ähnlich wie Google Docs möglich, online Dokumente zu speichern und gemeinsam mit anderen zu bearbeiten. Das Angebot startet zunächst in einer kostenlosen Beta-Version, wird aber künftig kostenpflichtig sein.

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