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MacBook im Test : Das Spieglein auf dem Schoß

Eines der besten Notebooks, das man derzeit kaufen kann: das kleine MacBook Bild: Hersteller

Die neuen Mac-Book-Modelle von Apple sind schick wie nie. Doch sie müssen sich auch im Gebrauch bewähren. Der Test zeigt: Der kleine MacBook könnte das beste Notebook sein, das man derzeit kaufen kann - wäre da nicht das Display.

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          Apple hat seine Mac-Book-Reihe gründlich überarbeitet, und das ist für die Fangemeinde nun Anlass endloser Diskussionen im Internet: Wie bewährt sich das neue Aluminiumgehäuse? Spiegelt das Display wirklich so stark, und warum, verflixt und zugenäht, haben die Leute aus Cupertino bei den günstigen Modellen die Firewire-Schnittstelle gestrichen? Das alles sind derzeit Topthemen im Netz, und wir haben eines der kleineren Geräte ausprobiert: das MacBook mit 2,4 Gigahertz.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          In dieser Produktreihe beträgt die Displaydiagonale 33 Zentimeter (13 Zoll) mit einer Auflösung von 1280 × 800 Pixel, die für übliche Büroarbeiten hinreichend, für Foto, Video und Multimedia indes ein bisschen wenig ist. Zwei Modelle stehen zur Wahl: Das günstige für 1200 Euro setzt den Intel Core 2 Duo mit 2 Gigahertz ein und kommt mit einer 160-Gigabyte-Festplatte. Das für 1500 Euro ist 0,4 Gigahertz schneller und bringt 250 Gigabyte Speicherplatz mit, beide bieten ausreichende 2 Gigabyte Arbeitsspeicher in der Standardausstattung. Nach wie vor ist das „alte“ weiße MacBook im Kunststoffgehäuse für 950 Euro (2,1 Gigahertz, 120-Gigabyte-Festplatte) erhältlich, das schwarze Gerät gibt es nicht mehr.

          Aus einem Aluminiumblock gefrästen „Unibody“-Gehäuses

          Aber wenn man den Charme des aus einem Aluminiumblock gefrästen „Unibody“-Gehäuses erlebt hat, will man ohnehin nicht zum Kunststoff zurück. Das Metall fühlt sich hochwertig an. Das Notebook wirkt sehr stabil, verwindungssteif und ist 200 Gramm leichter als der Vorgänger. Montagefugen gibt es nur an der Unterseite, wo sich nach Lösen einer Verriegelung das Akkufach mitsamt der auf Gummipuffern gelagerten Festplatte zeigt. Ein zweites schickes Detail ist das neue glasüberzogene Touchpad, das ohne Taste für Mausklicks auskommt. Nun ist die gesamte Fläche eine Taste, man kann also überall auf der Fläche drücken (allerdings steigt der Druckwiderstand in Richtung Tastatur deutlich). Der Rechtsklick funktioniert wie bei den alten Geräten mit zwei Fingern oder neu: mit einem Klick in die untere linke oder rechte Ecke. Ebenfalls neu sind hier die vom MacBook Air oder iPhone bekannten Mehrfingergesten für das Drehen oder Vergrößern und Verkleinern von Bildschirminhalten, die aber nicht in allen Mac-Programmen funktionieren. Damit nicht genug: Wer in die Systemeinstellungen schaut, entdeckt sogar einige Vierfingerkommandos. Sich langwierig umzustellen ist nicht erforderlich, aber als leichte Kritik bleibt doch anzumerken, dass die Hardware-Taste der älteren Geräte für präzises Arbeiten die bessere Lösung ist.

          Eine wichtige Verbesserung für Menschen mit Sehbehinderung ist ferner der in jedem Programm aufrufbare Bildschirmzoom. Mit der Taste CTRL und einem Zweifingerwisch nach oben wird das Bild sehr flink so vergrößert, dass man auch kleinste Details lesen kann. Nachtarbeiter werden sich ferner über die Tastaturbeleuchtung freuen.

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