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Lenovo Thinkpad X1 Yoga : Der Dreh mit dem Dreh

Lenovo traut sich mit dem neuen Thinkpad X1 ein Spagat Bild: Hersteller

Ein Oberklasse-Gerät als Convertible: Das Thinkpad X1 Yoga von Lenovo ist von beiden Seiten brauchbar. Klappt das gut?

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          Es geht nur um die Bauform: Wer den neuen Thinkpad X1 Yoga von Lenovo in die Hand nimmt, erkennt sofort, dass sich dieses Oberklasse-Notebook am Thinkpad X1 Carbon orientiert, also an dem Business-Gerät des chinesischen Herstellers. Die beiden sind Geschwister mit jeweils äußerst robustem Gehäuse aus Kohlefaser, spritzwassergeschützter Tastatur und 14-Zoll-Display. Zu Preisen, die schnell an die 2000-Euro-Grenze stoßen, bekommt man Spitzentechnik mit wenig Gewicht (1,2 Kilogramm). Die Besonderheit des Yoga ist das vollständig nach hinten klappbare Display, man spricht von einem Convertible. Hat man die Anzeige gedreht, lässt sich das Gerät mit dem berührungsempfindlichen Display und einem Stift bedienen, die Tastatur auf der Rückseite muss man sich „wegdenken“. Abnehmen lässt sich die Anzeige nicht.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Funktioniert der Dreh mit dem Dreh? Wer daran denkt, das Notebook auf diese Weise zusätzlich als Tablet zu nutzen, muss Größe (33 × 23 × 1,7 Zentimeter) und Gewicht beachten. Das ist schon ein Trumm von Tablet, das man auf jeden Fall mit beiden Händen hält. Stift und berührungsempfindliches Display erlauben ein gutes Arbeiten, der Stift findet im Gerät ein Zuhause, und sein Akku wird in der Halterung geladen. Mit der Handschrifterkennung Write it von Lenovo kann man Felder in anderen Apps ausfüllen.

          Aber insgesamt meinen wir, dass der Tablet-Modus eher Notbehelf und Nischenanwendung bleibt. Nicht zuletzt sei darauf hingewiesen, dass das drehbare Display auch zum Präsentieren geeignet ist. Die Verbindung zwischen Display und Rumpf übernehmen zwei Metallklammern, die Mechanik wirkt sehr robust.

          Dann wird es nämlich zum Tablet im Stand Bilderstrecke

          Alle weiteren Details stimmen mit dem aktuellen Thinkpad X1 Carbon überein. Der Yoga lässt sich flexibel konfigurieren, bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher sind möglich, die SSD fasst bis zu ein Terabyte. Als Display lässt sich erstmals eine Oled-Anzeige bestellen, sie bietet eine Auflösung von 2560 × 1440 Pixel. Mit der gleichen Auflösung gibt es auch ein konventionelles IPS-Display. Ein drittes muss sich mit der nicht mehr zeitgemäßen Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) bescheiden. Die Ausstattung ist lobenswert vollständig: Mobilfunk mit LTE, Bluetooth, Mini-Display-Port, HDMI, Micro SD und drei USB 3.0-Buchsen gehören ebenso dazu wie ein biometrischer Fingerabdruckscanner. Die Intel-HD-Grafik 520 ist hinreichend schnell.

          Der 4-Zellen-Akku mit 52 Wattstunden soll eine Laufzeit von 11 Stunden erreichen, was wir beim Ausprobieren während einiger Tage nicht bestätigen können. Es sind eher 8 bis 10. Als störend empfanden wir den häufig anspringenden Lüfter, der in leiser Umgebung überaus deutlich zu hören ist. Wer das Klappdisplay nicht benötigt, ist mit dem konventionellen Pendant Thinkpad X1 Carbon besser bedient - und spart auch noch ein paar Euro.

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