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Lautsprecher von Lyravox : Klangkultur auf Hanseatisch

  • -Aktualisiert am

Wir haben uns jetzt mit dem Modell Karlina näher beschäftigt. Bild: Hersteller

Eine Hamburger Lautsprechermanufaktur probt die Selbstfindung. Und landet dabei einen teuren Volltreffer.

          3 Min.

          In Hamburg spielt die Musik in der Elbphilharmonie. Aber nicht nur da, sagt Lyravox, eine hanseatische Lautsprechermanufaktur, und baut wie zum Beweis Lautsprecher, die gern ein bisschen anders auftreten. Das begann schon 2013 mit der originellen Stereomaster-Serie, länglichen Lautsprechersystemen für die Wandmontage, die fast so aussahen wie überdimensionierte Soundbars – allerdings mit Art-déco-Design veredelt und mit hochwertigen Ingredienzen: Eingebaute Geräteperipherie wie Verstärker, CD-Laufwerke und Streaming-Empfangsstationen werteten sie zu Komplettanlagen auf, stets mit hohem Anspruch. War die Idee zu avantgardistisch? Jedenfalls kehrte Lyravox schon vor drei Jahren zu konventionelleren Konzepten zurück – einer ganzen Modellreihe aus separaten Stereo-Lautsprechern, die drei Dinge gemeinsam haben: flache, eher breite, schneeweiße Gehäuse, die mit ihrer kantigen Gestalt an Bauhaus-Traditionen erinnern und bereits den Lautsprecher-Neuheiten von AVM als Vorbild dienten.

          Wir haben uns jetzt mit dem Modell Karlina näher beschäftigt, das zwar schon während der Münchener High-end-Messe 2018 zum ersten Mal auftrat, inzwischen aber Weiterentwicklungen erfuhr. Auch die Ur-Karlinas folgten noch dem All-in-One-Konzept: Neben den eingebauten Verstärkern für den Aktiv-Betrieb hatten sie einen Streaming-Client für den Zugriff auf Musikdienste und Festplatten-Archive an Bord. Lyravox bietet jetzt eine Zweitvariante ohne diese Dreingabe an. Dass die Nutzung von Online-Musikdiensten in immer schnellerer Folge Hard- und Software-Updates verlangen, dürfte einer der Gründe sein. Dass die Kundschaft offenbar gern spezialisierte Maschinen für diese Zwecke betreibt, ein anderer.

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