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Lautsprecher Echo im Test : Wer ist schlauer: Amazon oder Google?

Bild: F.A.Z.

Die nächste Revolution findet im Wohnzimmer statt. In Zukunft reden wir mit Lampe und Heizung. Oder mit dem Kühlschrank in der Küche. Amazon und Google machen den Anfang. Doch der ist schwer.

          Wer spricht, will etwas erreichen. Fragen und Aufforderungen wie „Kannst du mal das Licht anschalten?“, „Haben wir noch Butter im Kühlschrank?“ oder „Die Heizung ist zu kühl eingestellt“ sollen Handlungen auslösen. Der Angesprochene macht Licht, öffnet den Kühlschrank oder dreht das Thermostat hoch. Doch eigentlich wäre es effizient, mit den Dingen selbst zu reden. So wie es Captain Kirk in „Star Trek“, die Astronauten in Kubricks „2001 - Odyssee im Weltraum“ oder David Hasselhoff in „Knight Rider“ schon immer getan haben. Und siehe da: Weil zwei große amerikanische Unternehmen gerade zwei technische Entwicklungen zusammenführen, kommt Sciencefiction ins Wohnzimmer.

          Das „Internet of things“ ist das eine. Kühlschränke, Waschmaschinen oder Heizungen lassen sich übers Internet direkt ansprechen. Sie brauchen dafür eine eigene IP-Adresse im heimischen Netzwerk. Dank des neuen Internet-Protokolls IPv6 können zirka 340 Sextillionen (Sextillion = eine Eins mit 36 Nullen) vergeben werden, so dass auf lange Zeit jedes Haushaltsgerät sogar seine eigene Adresse haben kann. Das Smartphone hat sich als geeignete Fernbedienung etabliert, um Dinge zu steuern. Die Heizung, das Licht oder die Waschmaschine zu Hause von der Arbeit aus anzuschalten ist längst kein Problem mehr.

          Die zweite Technik, die sich parallel dazu entwickelt hat, ist die Sprachsteuerung des Smartphones oder Computers. Sie funktioniert mittlerweile sehr gut und etabliert sich als Alternative zum tippenden und wischenden Finger. Wer sein Gerät mit „O.k., Google“, „Hey Siri“ oder „Hey Cortana“ anspricht und weitere Worte folgen lässt, bekommt bei geeigneter Fragestellung die passende Antwort. Das Smartphone übernimmt auch Aufgaben. So lässt sich per Sprachsteuerung eine Telefonnummer wählen, ein Termin in den Kalender eintragen oder der Wecker stellen. Diese Kommunikation zwischen Smartphone und Besitzer bleibt jedoch immer auf das Gerät beschränkt.

          Hören fast überall und jederzeit zu

          Nun etabliert sich gerade eine neue Gerätegattung, die beides, das Internet der Dinge und die Steuerung durch Sprache, zusammenführt. Amazon Echo und Google Home hören mit bis zu sieben Mikrofonen dank Fernfeldtechnik zu Hause fast überall und jederzeit zu, sie arbeiten unabhängig von Smartphone oder Computer, sie brauchen lediglich einen Internetzugang per W-Lan. Da Google Home momentan nur für den amerikanischen Markt bestimmt ist und frühestens im Frühjahr nächsten Jahres nach Deutschland kommt, stand für den Praxistest über mehrere Wochen das Produkt von Amazon im Mittelpunkt.

          Echo steht im Wohnzimmer auf einem Sideboard. Das Gerät sieht aus wie einer dieser vielen zylinderförmigen Lautsprecher, die Musik rundherum abspielen und kabellos bedient werden. Und so ein Lautsprecher ist Echo zunächst auch. Über eine App wird er wie üblich ins heimische Netz integriert, die Anmeldung über das Amazon-Konto ist Pflicht. Um dem Lautsprecher Töne zu entlocken, muss man mit ihm reden. Echo will stets mit „Alexa“ angesprochen werden. Dann leuchtet eine ringförmige LED auf, um zu signalisieren, dass die Software zuhört. So hat der Befehl „Alexa, spiele ,We will rock you‘ von Queen!“ zur Folge, dass wenige Sekunden später der einprägsame Schlagzeugtakt ertönt.

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