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Konkurrenz für Google : Outlooks schöne Tochter

Microsoft setzt auch hier auf die Kacheln Bild: Microsoft

Microsoft bringt sein Outlook.com gegen Google in Stellung. Nicht nur das minimalistische Design ist ein Pluspunkt des Dienstes. Google verliert an Beliebtheit.

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          Die eigene Googlemail-Adresse war lange Zeit genau das, was den E-Mail-Profi auszeichnete. „Speicher satt“ statt beengter Postfächer bei GMX oder Web.de, Werbung nur in der Außenleiste, viele tolle Funktionen - und die Verknüpfung mit allen nur denkbaren Google-Diensten. Nun ist Bewegung in den Markt gekommen.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Google verliert an Beliebtheit, es kappt viele Verbindungslinien, unter anderem zu dem Smartphone-Betriebssystem von Microsoft, es wirbt aggressiv für eigene Produkte, immer wieder wird man aufgefordert, das hauseigene „Google Plus“ zu nutzen, und spätestens mit der Einstellung des beliebten „Reader“-Leseprogramms hat Google in der Netzelite seinen Kredit verloren. Also werfen wir einen Blick auf die Konkurrenz, und da sticht an erster Stelle Microsoft mit seinem Outlook.com hervor. Der Nachfolger des früher verschrieenen Hotmail-Dienstes ist in den vergangenen Jahren zu einer hübschen Braut geworden.

          Wie bei Google gibt es sieben Gigabyte Speicherplatz frei, und der kann auch gleich mit den Cloud-Diensten und dem Dropbox-Pendant namens Skydrive genutzt werden. Outlook.com folgt dem minimalistischen Design von Windows Phone und Windows 8, die Weißräume fallen üppig aus, jeder Strich ist fein gezeichnet und mit Bedacht gesetzt. Wer von Googlemail zu Outlook.com wechseln möchte, kann das mit wenig Aufwand tun. Der Journalist Volker Weber hat dazu eine Anleitung geschrieben.

          Wir haben Outlook.com seit Monaten im Einsatz, zuletzt wurde der Kalender modernisiert, und damit ist das Ganze nun komplett. Macht man Kompromisse? Die Frage lässt sich klar verneinen. Man kann E-Mails verschiedener Zweitkonten einsammeln, erhält einen gut funktionierenden Spam-Filter und einen Schnellzugriff auf Mails mit angehängten Dokumenten oder Fotos. In der Smartphone-Welt lässt sich Outlook.com ebenso gut synchronisieren wie ein Googlemail-Konto. Die Fotoabteilung ist besonders gut gelungen. Ein Smartphone mit Windows Phone kann alle neuen Schnappschüsse automatisch in die Cloud hochladen, und in Skydrive landen sie unkomprimiert in voller Größe. Auch auf einem Tablet PC übrigens, für das iPad gibt es eine passende App.

          Unser Postfach hat mittlerweile Zehntausende von E-Mails (1445 ungelesene), und die Performance bricht nicht ein. Wer mehr Speicher benötigt, kann ihn nachkaufen, und natürlich hat auch Microsoft gewisse Absichten: Werben für seine Smartphone-Welt und die Business-Lösungen in der Cloud, die etwas teurer sind als jene von Google.

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