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Kleiner Beamer von Philips : Ambulantes Kino

  • -Aktualisiert am

Streaming-Dienste an Bord: Mini-Projektor von Philips Picopix Max TV Bild: Hersteller

Ein kleiner Beamer von Philips braucht für seine Auftritte nichts als ein W-Lan. Wir haben den Knirps, der rund 900 Euro kostet, zum Testen geladen, um herauszufinden, wo ihm seine Größe plausible Grenzen setzt.

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          Er passt samt Zubehör in einen Schuhkarton. Mehr Hardware muss vielleicht gar nicht sein, findet Philips, denn der jüngste Videoprojektor des Hauses, ein handlicher Würfel mit dem Namen Picopix Max TV, kann mit Wandbildern im Diagonalmaß 300 Zentimeter schon verdeutlichen, worin sich Pantoffel- und Heimkino unterscheiden. Wir haben den Knirps, der rund 900 Euro kostet, zum Probebeamen geladen, um herauszufinden, was er so alles kann und wo ihm sein Zwergwuchs plausible Grenzen setzt. Die kompakte Gestalt jedenfalls hat klare Vorteile: Der Bildwerfer kann überall loslegen, wo man ihn gerade braucht, und wenn er soll, arbeitet er sogar ziemlich autark. Ein eingebauter Akku macht ihn für rund vier Stunden unabhängig vom Stromnetz, ein Lautsprecher, der diese Bezeichnung ausnahmsweise verdient, verleiht ihm eine Stimme von akzeptablem Volumen, ein Gewinde im Gehäuseboden kann ihn auf einem Stativ fixieren.

          Vor allem aber hat der Picopix seine eigenen Programmquellen an Bord. Dafür sorgt das Betriebssystem Google TV. Es verleiht ihm eine Bedienoberfläche, die auch die Fernsehgeräte von Philips, Sony und anderen großen Marken herzeigen. Dort gruppieren sich, ordentlich sortiert, die Logos aller großen Streamingdienste von Amazon Prime bis Netflix zum Anklicken mit der Fernbedienung, die Mediatheken der TV-Sender und Youtube sind ebenfalls dabei. Und was fehlt, lädt der Heimkino-Betreiber einfach aus dem virtuellen App-Laden Google Play. Die Verbindung zum Internet stellt der Beamer über W-Lan her.

          Aber natürlich können auch externe Zuspieler das Programm gestalten. Eine HDMI-Schnittstelle stellt den Kontakt zum Blu-ray-Player oder zum Notebook her. Zwei USB-Buchsen, eine davon im USB-C-Format, laden Speichermedien zum Andocken ein. Auch das Smartphone kann Bild und Ton schicken, über das Heimnetz via Chromecast oder auch über Bluetooth-Funk. Und wenn der Ton noch ein bisschen saftiger klingen soll, kann eine Soundbar mitspielen. Eine optische Schnittstelle gibt die nötigen Digitalsignale aus. Bluetooth kann zudem eine Boom-Box ansteuern.

          Die Bilder erzeugt der Beamer mit vier LED-Lichtquellen, die praktisch lebenslänglich durchhalten, und einem DLP-Chip als Spiegelelement. Das Objektiv stellt seine Linsen mit einem Autofokussystem scharf, aber auch die manuelle Justage mit der Fernbedienung ist möglich. Eine optische Zoomfunktion gibt es nicht, ein Digitalzoom kann das Bild lediglich kleiner rechnen. Einige weitere Justagemöglichkeiten gehören zum Standardrepertoire dieser Geräteart: Geometrische Verzerrungen zieht die Trapezkorrektur gerade, manuell oder automatisch. Ein weiterer Menüpunkt legt fest, ob die Leinwand von vorn, hinten oder von der Zimmerdecke aus bespielt wird. Und natürlich lassen sich auch Bildparameter wie Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung festlegen. Die Helligkeit des Beamers reicht allerdings nur für dunkle Räume. In solchen Umgebungen stellt er die bewegten Bilder dann aber mit ordentlichem Kontrast und mit natürlichen, differenzierten Farben dar.

          Und wie steht es mit der Auflösung? Full HD mit 1920 mal 1080 Bildpünktchen versprechen die Datenblätter. Das ist ein bisschen optimistisch: Testbilder mit feinen Schachbrettmustern verraten Interpolationseffekte, und die Bildränder verdeckt der Apparat etwa in Daumenbreite. Overscan heißt der Fachbegriff für diese Sicherheitsmaßnahme gegen unsaubere Kanten. Fürs ganz große Heimkino also reichen die Talente des kleinen Picopix nicht. Doch er liefert Genießbares, und als Zweitgerät für ambulante Einsätze ist er eine pfiffige Lösung.

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