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Kleidungsstück E-Skin : Daten auf der Haut

Seine Oberfläche ist voller Messstreifen und Sensoren. Bild: KokiYamashita

Auf den ersten Blick sieht das schwarze Oberteil mit den geometrischen Linien aus, als käme es aus dem Kostümfundus eines Matrix-Films. Doch E-Skin wurde von der Universität Tokio entwickelt.

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          Zu den Aufgaben von Virtual-Reality-Spielen gehört es, den Nutzern ein authentisches Körpergefühl zu vermitteln. Damit sie völlig in ihr abtauchen können, müssen natürliche Bewegungen möglichst originalgetreu in die digitale Welt übertragen werden. E-Skin nennt sich ein Kleidungsstück, das für dieses Anliegen an der Universität Tokio entwickelt wurde und zur chinesischen Firma Xenoma gehört. Auf den ersten Blick sieht das schwarze Oberteil mit den geometrischen Linien aus, als käme es aus dem Kostümfundus eines Matrix-Films.

          Elena Witzeck

          Redakteurin im Feuilleton.

          Wer genauer hinschaut, erkennt, dass seine Oberfläche voller Messstreifen und Sensoren ist. Sie funktionieren wie ein Gummiband, das sich dehnt und zurückzieht. 14 Sensoren sind auf dem Shirt angebracht: an den Handgelenken, den Ellbogen, der Schulter, an zentralen Stellen auf der Brust und dem Rücken. Die Idee ist, mit ihrer Hilfe so viele Bewegungen wir möglich zu replizieren. Die Oberfläche des Shirts dehnt sich, und die Sensoren nehmen die Veränderung auf. „Das ist die direkte Art der Nutzung“, sagt James Eakin, Amerika-Chef des Start-ups. Die Bewegungen des Trägers werden auf einen Bildschirm übertragen, so wurde es auf der IFA 2016 vorgestellt. Xenoma hat aber mehr vor.

          Das Prinzip sei auch für Fitness- und Wellness-Aktivitäten interessant, heißt es. Die Daten aus dem Shirt könnten einem Sportler dabei helfen, seine Leistung zu verbessern. Der gesamte Laufstil soll sich analysieren lassen. Neben den offensichtlichen Bewegungen verfolgt das Shirt die Atmung. Auf der Brustseite ist ein Controller angebracht, der die Informationen per Bluetooth an ein Endgerät weitergibt. Dort befinden sich auch eine Batterie mit USB-Anschluss zum Laden und ein Beschleunigungsmesser. Die eigenen Bewegungen lassen sich von der Umgebung entkoppeln. Wer zum Beispiel im Auto sitzt, wird nicht über dessen Bewegung wahrgenommen. Das funktioniert bei vielen Wearables nicht.

          Eine der Herausforderungen war es, das richtige Textil zu entwickeln. Das Gewebe musste belastbar und für die Verbindung mit Elektronik geeignet sein, seine Funktionen denen eines normalen Shirts ähneln, also waschbar sein. Die Sensoren sind durch eine Art dünne Folie geschützt, die Wasser und Schweiß fernhält. Bisher gibt es nur Prototypen, aber schon eine Idee für einen weiteren Einsatzbereich: In Therapien ließe sich feststellen, welche Körperpartien nach einer Verletzung besonders trainiert und aufgebaut werden müssen.

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