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KI statt Simulation : Den Superrechnern geht die Luft aus

  • -Aktualisiert am

Supercomputer Summit von IBM Bild: dpa

Die Leistung von Supercomputern wächst kaum noch. Der Grund ist die fatale Fokussierung auf Künstliche Intelligenz. Numerische Verfahren gelten als „unsexy“.

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          Bei den Höchstleistungsrechnern setzt die Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt den Maßstab. Und da sieht es derzeit nicht gut aus. Denn die gesamte Rechenleistung der Top-500-Supercomputer hat im Jahr 2019 nur um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt. „Das ist ein unterdurchschnittlicher Leistungsanstieg“, urteilt Erich Strohmaier vom Lawrence Berkeley National Laboratory in Kalifornien. Er gibt zusammen mit anderen Computerwissenschaftlern die zweimal im Jahr erscheinende Top-500-Liste heraus. Sie wird von Regierungen, Unternehmen und Forschungspolitikern genau gelesen und beachtet.

          Die Wissenschaftler sind ein wenig hilflos, wie die Zukunft des Höchstleistungsrechnens aussehen wird. Immerhin haben zahlreiche Konferenzen und Kolloquien, die den Sommer über in den Vereinigten Staaten, Japan, China und in Europa stattgefunden haben, ein wenig Aufschluss gebracht. Bei den Supercomputern steht ein Paradigmenwechsel an. Denn das Mooresche Gesetz wird im Bereich des Höchstleistungsrechnens nicht mehr lange gelten.

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