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JVC MP-XV 941 und Panasonic Toughbook CF-W2 : Zwei Mini-Notebooks für die Damenhandtasche

Zwei für's Arbeiten unterwegs: Notebooks von JVC und Panasonic Bild:

Die Notebooks JVC MP-XV 941 und Panasonic Toughbook CF-W2 sind so schlank, dass sie selbst in viele Damenhandtaschen hineinpassen. Doch bei einem der beiden Geräte haben es die Ingenieure mit der Miniaturisierung übertrieben.

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          Ein möglichst kleiner Subnotebook sollte es sein, also ein Mini-PC für Wartezeiten am Flughafen und lange Flüge über den Atlantik. In erster Linie suchten wir eine mobile Schreibmaschine. Viel Schnickschnack war eigentlich nicht gefragt. Daß weniger oft mehr kostet, ergibt schon die erste Recherche nach einem solchen Gerät. Bei uns landeten der JVC MP-XV 941 für rund 2000 Euro und der Panasonic Toughbook CF-W2 für 2500 Euro. Beide Geräte haben den Charme des Minimalismus. Sie passen bequem ins Handgepäck, und selbst in der engen Dreierreihe der Business-Klasse kann man mit ihnen arbeiten, ohne den Nachbarn ungebührlich zu stören. Es gibt Frauen, die ihren Subnotebook in der Handtasche mitführen. Das zusätzliche Gewicht von 1300 Gramm (Panasonic) oder gar 1450 Gramm (JVC) fällt ihnen kaum auf. Mit Maßen von 23,5x22x3 Zentimeter (JVC) und 26,5x20,5x4 Zentimeter (Panasonic) ist eine typische Damenhandtasche gut ausgefüllt. Noch kleiner, und man würde das Ding darin suchen müssen.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Bei den technischen Daten gibt es viel Gemeinsames: Ein Centrino-Prozessor mit 1 Gigahertz werkelt im Innern, und 256 Megabyte Speicher sind die Mindestausstattung für den Einsatz von Windows XP, das beide Kandidaten als Betriebssystem nutzen. Die Festplatte hat jeweils 40 Gigabyte, und alle wichtigen Schnittstellen sind an Bord: USB und Ethernet, ein PCMCIA-Slot für Erweiterungskarten, ein analoger Modem. Der JVC hat sogar Firewire, der Panasonic hingegen einen analogen Monitor-Ausgang. Unterwegs kommt man mit Wireless-Lan ins Internet. Fotoliebhaber können neue Aufnahmen dank eines SD-Karten-Schachts direkt von der Digitalkamera zum Notebook kopieren.

          Die großen Unterschiede treten mit dem Öffnen des Displaydeckels zutage. Während das gedrungene JVC-Gerät eine stark spiegelnde und mit großzügigem schwarzem Rand versehene 22,5-Zentimeter-Anzeige mit der Auflösung 1024 x 600 Pixel bietet, hat das Display des Panasonic eine Diagonale von gut 30 Zentimeter für 1024 x 768 Punkte. Auch bei der Tastatur hat JVC die Miniaturisierung ein bißchen übertrieben. Höchstens zarte Damenhände können hier im Zehnfingersystem über die Tasten fliegen. Für uns waren die Tasten schlichtweg zu klein. Beim Panasonic hingegen findet man eine halbwegs brauchbare Tastatur mit sehr kurzem Hub und Mini-Leertaste vor. Zur Maussteuerung gehen beide Geräte ebenfalls unterschiedliche Wege: JVC hat einen Cursor-Knubbel im Tastenfeld untergebracht, Panasonic setzt auf ein berührungsempfindliches Mauspad unterhalb der Tastatur. Während der JVC einen ausgewachsenen DVD-Brenner mitbringt, muß man sich bei Panasonic mit einem DVD-Lesegerät und CD-Brenner bescheiden.

          Wer sich für eines der Geräte entscheidet, sollte indes nicht nur auf die technische Ausstattung achten. Beide sind mit ihrer langen Akkulaufzeit (3 Stunden), robusten Verarbeitung und hinreichend Rechenkraft als mobiles Büro bestens geeignet. Der Subnotebook von JVC richtet sich an denjenigen, der es nicht klein genug haben kann und im Flugzeug gern Fragen beantwortet wie: "Ist das ein richtiger PC?" Auch ist die Ausstattung mit Firewire und DVD-Brenner ein bißchen mehr in Richtung Multimedia gehalten. Mit dem Panasonic liegt man hingegen richtig, wenn ein Subnotebook mit kleinen Maßen gefragt ist, Tastatur und Bildschirm aber ruhig etwas größer sein dürfen.

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