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iPhone von Apple : Nicht billig, aber bunt

Bild: AFP

Das iPhone 5s, der Nachfolger des aktuellen Apple-Flagschiffs, überrascht kaum. Beide sind auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Beim Preis des iPhone 5c staunt man hingegen. Das vermeintliche Billig-Smartphone ist keineswegs günstig.

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          Ein Jahr nach Marktstart des iPhone 5 hat Apple am Dienstag in Kalifornien den Nachfolger iPhone 5s und ein knallbuntes Einstiegsgerät namens iPhone 5c vorgestellt. Das iPhone 5s ist seit 2007 das siebte Smartphone von Apple, und der Namenszusatz „s“ deutet bereits an, das es die Bauform und das Design des Vorgängers übernimmt, aber mit einem leistungsfähigeren Prozessor ausgestattet ist.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          In der Tat sind iPhone 5 und 5s auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Erst genaues Hinsehen zeigt dann beim Neuen den Fingerabdruckscanner im Home-Button am unteren Bildschirmrand oder den Dual-LED-Blitz auf der Rückseite. Neu sind ferner die Farbvarianten Silber, Gold und Grau.

          Bildschirm

          Wie beim Vorgänger löst das Display auf einer Diagonale von 10,2 Zentimeter (4 Zoll) mit 1136 x 640 Pixel auf. Dem Trend zu deutlich größeren Anzeigen mit Full-HD-Auflösung folgt Apple also nicht. Wie gehabt verwendet Cupertino für den Bildschirm die IPS-Technik, die im Unterschied zu einer Amoled-Anzeige auch bei hellem Sonnenlicht ablesbar bleibt.

          Prozessor

          Der neue A7-Prozessor des iPhone 5s ist nach Angaben von Apple doppelt so schnell wie der A6 im iPhone 5. Erstmals kommt im iPhone ein 64-Bit-Prozessor zum Einsatz, alle Standard-Apps wurden dafür angepasst. Der Geschwindigkeitszuwachs sei immens, stellte Apple am Dienstag mehrfach heraus. Ein Co-Prozessor für Bewegungen, der als M7 bezeichnet wird, hilft erstmals bei der Erfassung und Auswertung der Sensordaten (etwa vom eingebauten Gyroskop) und unterstützt neuartige Fitness-Apps (etwa von Nike), die eigenständige Fitness-Tracker überflüssig machen könnten.

          Kamera

          Die rückwärtig eingebaute Kamera des iPhone 5s bietet wie gehabt 8 Megapixel, bei der Frontkamera sind es 1,2 Megapixel. Aber Apple stellt heraus, dass die gesamte Kameraabteilung grundlegend modernisiert worden ist: Größere Pixel, nun Blende 2,2 und eine größere aktive Sensorfläche werden genannt. Der Autofokus mit bis zu 50 Messzonen arbeite auf Spiegelreflexniveau. Der Blitz mit zwei LED wird als Echtfarben-Blitz bezeichnet, weil er bis zu 1000 verschiedene Farbtöne unterstütze. Neu sind ferner ein eingebauter Bildstabilisator und ein Serienbildmodus mit bis zu 10 Aufnahmen pro Sekunde.

          Fingerabdruckscanner

          Einen Fingerabdruckscanner mit biometrischer Erkennung der Person gibt es für Notebooks schon lange. Im iPhone 5s soll er für mehr Sicherheit sorgen, etwa beim Entsperren des Geräts und zur Authentifizierung beim Kauf von Apps, Musik oder Filmen. Der Sensor mit einer Auflösung von 500 ppi ist im Home-Button untergebracht, und Apple verbindet die Hardware mit einer Touch ID genannten Software, die in iOS 7 enthalten ist. Mit dem biometrischen Scanner wird das iPhone 5s als Diebesgut weniger attraktiv. Die Daten des Fingerscanners werden nach Aussage von Apple ausschließlich auf dem Gerät und nicht auf irgendwelchen Servern gespeichert.

          Akkulaufzeit

          Ungeachtet des schnelleren Prozessors gibt Apple eine leicht erhöhte Akkulaufzeit beim iPhone 5s an: 250 Stunden im Standby. Beim Vorgänger 5 wurde eine Akkulaufzeit von 225 Stunden kommuniziert, so dass man davon ausgehen kann, dass das neue Gerät im normalen Gebrauch so lange durchhält wie das alte: rund ein bis anderthalb Tage. Der nicht erweiterbare Speicher beträgt wie gehabt 16, 32 oder 64 Gigabyte.

          LTE

          War beim iPhone 5 die Unterstützung des Mobilfunkstandards LTE in Deutschland auf das Frequenzband um 1800 MHz limitiert, kommt nun vermutlich ein Funkmodul zum Einsatz, das alle für Deutschland relevanten LTE-Frequenzbereiche abdeckt, also auch auf 800 und 2600 Megahertz arbeitet. Genaue Angaben machte Apple am Dienstag in der Präsentation nicht. Aber das ebenfalls neue iPhone 5c wurde mit der Bemerkung vorgestellt, dass es „mehr LTE-Frequenzbereiche als jedes andere Smartphone“ unterstütze.

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