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IP-TV : Fernsehen aus dem Netz

  • -Aktualisiert am

Beispiel Tagesschau: Live oder archiviert Bild: www.tagesschau.de

Viel Fernsehen gibt es im Internet nicht zu sehen. Nur einzelne Sendungen wie die Tagesschau oder das volle Programm von N-TV können sich Surfer anschauen. Das wird sich mit IP-TV ändern.

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          Das Fernsehen erobert das Netz - derzeit aber erst mit Bildern in Kreditkartengröße. Oder in einer Qualität, bei der bestenfalls Umrisse zu erkennen sind und nach kurzer Zeit die Augen schmerzen. Einige Sendungen erinnern eher an Videoclips. Manche Sender strahlen aber auch schon den ganzen Tag über das Netz aus. Wie das Deutsche Anlegerfernsehen, das seit Anfang August von 9 bis 22 Uhr Börseninformationen sendet.

          Auch die bekannten Fernsehsender sind schon länger ganz oder teilweise im Netz verfügbar. Den Nachrichtensender n-tv gibt es fast vollständig über das Internet. ARD und ZDF stellen einzelne Sendungen oder Ausschnitte zur Verfügung. Diese Angebote sind zwar kostenlos. Ein echter Ersatz für den Fernseher sind sie aber nicht.

          Vorteile von IP-TV

          Vielversprechender ist das IP-TV, Internet Protocol Television. Das Fernsehsignal wird hier digital über die Telefonleitung gesendet. Ein Zusatzgerät, die Set-Top-Box, kann es so umwandeln, daß die Bilder auf dem normalen Fernsehbildschirm gesehen werden können. Voraussetzung: eine schnelle DSL-Leitung.

          Der große Vorteil von IP-TV ist, daß sich der Zuschauer nicht mehr nach festen Sendezeiten richten muß. Die Tagesschau erst um neun zu sehen ist dann kein Problem mehr. Außerdem kann er neben dem Spielfilm in einem kleinen Extrafenster auch noch seine Ebay-Auktion im Auge behalten oder während eines Fußballspiels auf die Lieblingsmannschaft wetten. Mit IP-TV ist es auch möglich, sich Videos auf seinen Fernseher zu laden, um sie sich innerhalb von 24 Stunden anzusehen.

          Noch ein Nischenprodukt

          Der Nachteil: IP-TV gibt es derzeit erst in Hamburg und Lübeck beim Anbieter Hansenet. Die Kosten sind hoch, denn das digitale Fernsehen gibt es nur als Bündel mit Telefon und Internet. Bei Hansenet kostet das Paket 54,80 Euro.

          Auch die Telekom will ab Oktober ein solches Paket anbieten. Allerdings nicht über die bestehende DSL-Leitung. Vielmehr setzt die Telekom auf die Zukunftstechnik VDSL, die um ein Vielfaches schneller ist.

          Derzeit sind 3,3 Millionen Haushalte an das neue Netz angeschlossen. Bis Ende des Jahres sollen es sechs Millionen sein. Das Gesamtpaket bei der Telekom kostet dann etwa 70 Euro. Wer zusätzlich die Bundesliga sehen will, zahlt noch mal 9,95 Euro mehr.

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