https://www.faz.net/-gy9-8epdo

Hybrid-Geräte im Vergleich : Notebook oder Tablet? Beides!

Wir haben das Surface Book auf mehreren Reisen als Arbeitsgerät eingesetzt. Mit seinem stabilen Äußeren, der Notebook-Bauform und vollwertiger Tastatur lernt man es schnell schätzen. Meist wurde der Bildschirm nicht entriegelt und abgenommen. Aber die Möglichkeit, das Gerät auch als Tablet einsetzen zu können, macht das Surface Book attraktiv. Wäre da nicht der Preis. In der kleinsten Ausstattung mit Intels Core-i5-Prozessor, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 128 Gigabyte internem Speicher kostet es schon 1650 Euro.

Notebooks für Vielschreiber und Dauernutzer

Ein klassisches Business-Notebook kann aus dieser Blickrichtung eine teurere, aber vernünftige Wahl sein: Zu Preisen jenseits von 1500 Euro bekommt man ein robustes Gehäuse. Gern wird mit Kohlefaser, Aluminium oder Magnesiumlegierungen gearbeitet. Schließlich werden die Boliden oft unter widrigen Bedingungen eingesetzt. Ein geringes Gewicht von unter 1,5 Kilogramm und nichts desto trotz lange Akkulaufzeiten jenseits von acht Stunden sind Pflicht. Vor allem, wenn das Gerät die Ultrabook-Spezifikationen von Intel erfüllen soll. Hier gibt es Vorgaben bezüglich Dicke und Akkulaufzeit, seit 2013 ist auch ein Touchscreen verpflichtend.

Ein typischer Vertreter dieser Gerätegattung ist der nahezu unverwüstliche Thinkpad X1 Carbon von Lenovo, der in jährlichen Neuauflagen mit jeweils kleinen Verbesserungen erscheint. Seine Verarbeitungsqualität ist ebenso legendär wie die Tastatur. „Praktisch unzerstörbar“ nennt ihn Lenovo. Ein mattes Display mit mindestens Full-HD-Auflösung ist in dieser Kategorie angesagt, der Thinkpad X1 bringt beispielsweise in der gehobenen Ausstattung 2560 × 1440 Pixel über eine Diagonale von 14 Zoll mit. Eine Docking-Station für den Einsatz im Büro und ein externer Monitor gehören meist zur sinnvollen Zusatzausstattung.

Meist spiegeln die Displays

Wer sparen will, seinen Notebook nur gelegentlich transportiert und eine Maschine fürs Heimbüro sucht, liegt mit einem Allround-Gerät in der Preisklasse von um die 500 Euro nicht daneben. Was seitens der Rechenleitung und technischen Ausstattung von Neugeräten geboten wird, ist meist sogar für Spiele und Videobearbeitung ausreichend. Zur Standardkonfiguration gehören vier oder acht Gigabyte Arbeitsspeicher, eine mechanische Festplatte, W-Lan, Bluetooth und ein SD-Speicherkartenschacht.

Genauer hinsehen sollte man bei der Bildschirmauflösung. Full HD mit 1920 × 1080 Pixel sind sinnvoll, aber oft selbst auf größeren Diagonalen (15 Zoll und mehr) nicht zu haben. Meist spiegeln die Displays und stellen Farben zu knackig dar. Der gravierendste Schwachpunkt ist indes häufig die Verarbeitungsqualität der einfachen Kunststoffgehäuse und Displayscharniere: fürs häufige Auf- und Zuklappen und harte Belastungen auf Reisen wenig geeignet. Bei vielen Geräten gibt auch die Tastatur deutlich auf Druck nach.

Die neue Gerätegattung hat den Charme

Das Zusammenwachsen von Tablet und Notebook zu einem Hybridgerät ist nicht immer ein Gewinn. Selbst im aktuellen Windows 10 ist der Touch- und Tablet-Modus nur selten eine Alternative zum gewohnten Desktop mit Tastatur und Touchpad oder Maus, zumal wenn es um produktives, konzentriertes Arbeiten geht. Aber die neue Gerätegattung hat den Charme, zumindest auf dem Papier das Beste aus zwei Welten gleichzeitig zu bieten.

Noch steht die Entwicklung am Anfang. Das Surface Book von Microsoft hat bereits viele Freunde gefunden, und wenn die Preise purzeln, könnte die Renaissance des Notebook-Marktes mit den wandlungsfähigen Convertibles und Detachables beginnen.

Weitere Themen

Topmeldungen

Jaroslaw Kaczynski, Vorsitzender der PiS-Partei, spricht am Wahlabend zu Unterstützern und Journalisten.

Parlamentswahl in Polen : National und sozial

Polens Regierungspartei hat in den vergangenen vier Jahren wenig Respekt für demokratische Gepflogenheiten und den Rechtsstaat gezeigt. Die Opposition konnte dem nun wenig entgegensetzen – für die Demokratie ist das eine schlechte Nachricht.
Königin Elisabeth II. am Montag im britischen Parlament neben ihrem Sohn, Prinz Charles.

Britisches Unterhaus : Queen’s Speech – und dann?

Die britische Königin hat an diesem Montag mit ihrer Rede das Parlament wiedereröffnet und die Politikvorhaben der Regierung vorgestellt. Im Brexit-Prozess ist das jedoch nur ein Intermezzo.

Die Grünen : Was das Klima kostet

Den Grünen wird immer wieder vorgeworfen, mit ihrem Programm vor allem diejenigen anzusprechen, denen es nichts ausmacht, tiefer in die Tasche zu greifen. Fest steht: In höheren sozialen Schichten sind sie besonders erfolgreich.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.