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Hybrid-Geräte im Vergleich : Notebook oder Tablet? Beides!

Alle drei Geräte haben folglich dieselben Vor- und Nachteile: Trägt man das Tablet zugeklappt, ist es angenehm leicht und dünn, der Bildschirm gegen Kratzer geschützt. Ob die Bildschirmgrößen von 12 Zoll (Huawei und Samsung) oder 13 Zoll (iPad Pro) im Tablet-Einsatz noch komfortabel sind, hängt davon ab, wie man das Gerät hält. Denn jenseits von 10 Zoll muss nach einer gewissen Zeit die zweite Hand mithelfen. Auch der Wechsel zwischen Tablet und Notebook kann nerven. Erst nach mehreren Tagen stellt sich eine Routine ein.

Wackelige Verbindung

Am einfachsten funktioniert die Bastelstunde mit dem Samsung, weil durch eine Aussparung für die Kamera klar definiert ist, wie und wo man den Ständer an das Tablet lehnt. Unpraktisch sind alle drei Kandidaten, wenn man sie als Notebook auf dem Schoß nutzt. Das Matebook von Huawei lässt einen in Sorge, dass der Ständer nach hinten wegklappt und das Tablet herunterfällt. Diese Unsicherheit tritt mit den beiden anderen Modellen seltener auf. Stets ist jedoch die Verbindung zwischen Tastatur und Tablet zu wackelig. Zudem geben die Tastaturen des Tab Pro und Matebook nach, was das Schreiben mit zehn Fingern erschwert.

Auch wenn Huawei den Anspruch erhebt, dass das Matebook dank Stift und berührungsempfindlichem Display für Künstler ebenso attraktiv sein soll wie das iPad Pro mit seinem Pencil, hat Apple wohl diese Nische bereits besetzt. Das liegt zum einen am Stift, dessen Exaktheit und Form von Illustratoren hoch gelobt wird. Zum anderen dürfte die Zahl der anspruchsvollen Stift-Apps im App Store nicht mehr von künftigen Windows-10-Anwendungen einzuholen sein.

Mehr Notebook als Tablet

Zur zweiten Kategorie der von uns erprobten Geräte gehören das Acer Aspire Switch 12 S und das Microsoft Surface Book, beide wollen eher Notebook als Tablet sein, beide setzen auf eine festere Verbindung von Bildschirm und Tastatur. Das Display des Acer zieht man mit einem gewissen Kraftaufwand aus seiner magnetischen Verankerung. Das geht schnell und zuverlässig. Was nicht gefällt, ist die Aufhängung zwischen Tastatur und Tablet in geöffnetem Zustand. Der Bildschirm enthält den Großteil der Hardware inklusive Akku, und diese Gewichtsverteilung ist unvorteilhaft.

Die Verbindungstechnik des Surface Book funktioniert anders: Man muss den Bildschirm per Tastendruck freigeben und entriegeln. Wie beim Acer kann man die Anzeige um 180 Grad drehen und wieder andocken, um den Präsentationsmodus zu nutzen. Oder man verwendet den Bildschirm im Soloeinsatz als Tablet. Das Besondere am Surface Book: Die Hardware ist auf beide Hälften verteilt. Im Unterteil sitzen neben der Tastatur, USB 3.0, Kartenleseslot, Mini-Displayport und Ladebuchse einer der beiden Akkus und gegebenenfalls ein zusätzlicher Grafikchip der Geforce Nvidia. Im Oberteil, also im Display, das zum Tablet wird, alles andere und abermals ein Akku. Dieser ist etwas kleiner ausgefallen und versorgt das Tablet nur für wenige Stunden.

Davon abgesehen ist die Akkuleistung des Surface Book ein echtes Pfund. Microsoft verspricht zwölf Stunden, was bei normaler Nutzung durchaus gelingt. Der Bildschirm, der bereits bei den Vorgängern überzeugte, gefällt auch hier. Die Auflösung von 3000 × 2000 Pixel bei 267 PPI, Punkte pro Zoll, ist üppig, das daraus folgende Format von 3:2, die Touch-Funktionalität sowie die Größe von 13,5 Zoll machen aus der Anzeige eine Oberfläche mit satten Farben und feinen Konturen, die zum Arbeiten und Videogenuss einlädt, freilich aber auch stark spiegelt.

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