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Huawei Matebook X ausprobiert : Fein und klein darf nun auch Windows sein

Flach und flott: Huawei Matebook X auf den Spuren des kleinen Macbook Bild: Hersteller

Das Matebook X von Huawei im Praxiseinsatz: Das flache Teil hat ein üppiges Display und lautlosen Betrieb zu bieten. Nur der Akku könnte länger halten.

          Der nächste Rivale des 12-Zoll-Macbook kommt aus China. Das Matebook X von Huawei ist jetzt im Handel, und nach der ausführlichen Vorstellung konnten wir es nun einige Tage selbst ausprobieren. Das Matebook X ist dem kleinen Apple wie aus dem Gesicht geschnitten, jedoch einige Millimeter dicker, und es hat eine geringfügig größere Grundfläche. Die Maße betragen 28,6 × 21,1 ×1,25 Zentimeter, das Gerät wiegt 1,05 Kilogramm, ist also auch einen Tick schwerer als das Macbook. Das schmälert die Faszination jedoch nicht: Es ist ein unglaublich kleiner, kompakter Windows-10-Rechner mit edler Anmutung, hoher Verarbeitungsqualität und einem üppig großen 13-Zoll-Display, das 2160 × 1440 Pixel bietet. Die Anzeige hat einen hohen Kontrast und eine präzise Farbwiedergabe, sie spiegelt aber stark. Das nicht berührungsempfindliche Display lässt sich nur begrenzt nach hinten klappen.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wie beim Macbook 12 meinen wir: Man kann fast alles damit machen, viel mehr braucht der Mensch nicht. In diesem Sinne ist das Matebook X ein überzeugendes Gerät, und es bringt einige Extras mit. Der Ein- und Ausschalter rechts über der Tastatur ist zugleich biometrischer Fingerabdruck-Scanner, spielt mit Windows Hello zusammen – und funktioniert nahezu perfekt. Zwei USB-Schnittstellen vom Typ C sind vorhanden, aber eine davon dient ausschließlich zum Laden des fest eingebauten Akkus, der nur sieben bis acht Stunden durchhält. Ein Dock wird mitgeliefert, es erweitert das Maschinchen um einen weiteren USB Typ C, einen herkömmlichen USB-Anschluss, HDMI und VGA.

          Das große Touchpad unterstützt den Precision-Modus, der Eingaben direkt an Windows übermittelt, die Synaptics-Software wird überflüssig. Bewegungen und Mehrfingergesten wurden bestens umgesetzt. Die Tastatur mit kurzem Hub und weichem Druckpunkt ist hintergrundbeleuchtbar und gefällt.

          Flache Konkurrenz für das Macbook: Huawei Matebook X

          In Deutschland ist das Matebook X vorerst nur in einer einzigen Konfiguration erhältlich: mit Core-i5-Prozessor der neuesten Generation (7200 U), acht Gigabyte RAM und einer 256-Gigabyte-SSD. Aufgespielt ist Windows 10, leider in der Home-Version, aber zum Glück werbefrei, es ist eine Wohltat. Vor Viren und anderen Schädlingen schützt der Windows Defender, überflüssige Demos von McAfee oder Norton sind ebenfalls nicht installiert. Man muss also nur jenes Überflüssige deinstallieren, das Microsoft einem immer wieder unterschieben will wie etwa Candy Crush Soda Saga oder seine erfolglosen eigenen Dienste wie Groove Music. Wie das Macbook 12 kommt auch das Matebook X in dieser Konfiguration ohne Lüfter aus und wird vollständig passiv gekühlt. Wer sich daran stört, dass der Lüfter anderer Windows-Notebooks zumindest gelegentlich hörbar anspringt, kann sich hier auf einen dauerhaft lautlosen Betrieb freuen. Der Preis von 1400 Euro erscheint angemessen, Ausstattung und Qualität haben uns gefallen.

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