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Huawei Mate 20 RS : Porsche ist nicht nur der Preis

Das Mate 20 RS kostet satte 1700 Euro. Bild: Hersteller

Huawei liefert sein Mate 20 in einer RS-Version von Porsche Design. Es ist eines der teuersten Smartphones auf dem Markt. Was kann das Handy aus China?

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          Wer ein ganz besonderes Smartphone liebt, kommt seit langem mit den Spitzenmodellen von Huawei in der Porsche-Edition auf seine Kosten. Das kann man getrost wörtlich nehmen, denn in diesem Jahr werden für das Porsche Design Mate 20 RS satte 1700 Euro aufgerufen. Das sind 50 Euro mehr als für das teuerste iPhone XS Max. Indes hat das Huawei für diesen stolzen Preis nur 256 Gigabyte Speicher, während Apple das Doppelte bietet. Was kann der teure Chinese?

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Die Technikabteilung kann diese Frage in wenigen Sätzen beantworten. Das ist es aber nicht. Hier zählt zunächst das Äußere: Das Porsche Design Mate 20 RS gleicht dem Mate 20 Pro, aber die Dreifach-Kamera auf der Rückseite steht nicht aus dem Gehäuse hervor, sondern ist perfekt in einen Glasstreifen eingelassen, der die Mitte von oben nach unten einnimmt.

          Der Hersteller spricht von einem Akzentstreifen, dort findet sich zudem groß das Porsche-Design-Logo neben dem von Huawei. Links und rechts des Glasstreifens ist die Rückseite mit feinem Leder geschmückt, es riecht nach Porsche 911.

          Die Dreifach-Kamera auf der Rückseite. Bilderstrecke
          Huawei Mate 20 RS : Porsche ist nicht nur der Preis

          In allen weiteren Details entspricht der Porsche-Bolide dem Huawei Mate 20 Pro, das empfohlene 1000 Euro kostet, aber im freien Handel günstiger zu haben ist. Die technischen Unterschiede sind schnell aufgezählt: Das Mate 20 Pro hat nur 128 Gigabyte Speicher und sechs statt acht Gigabyte RAM. Alle weiteren Details sind identisch. Das Display misst 6,4 Zoll und ist zu den Seitenrändern hin gewölbt, es löst mit 3120 × 1440 Pixel auf, liefert tolle Farben und hohe Kontraste, und es gibt eine biometrische Gesichtserkennung neben dem im Display eingebauten Fingerabdruckscanner.

          Beide Geräte verwenden den superschnellen Kirin-980-Chip von Huawei, einen riesigen Akku mit 4200 Milliamperestunden und die Leica-Kamera mit drei Optiken, die nun einen Brennweitenbereich von 16 bis 83 Millimeter abdeckt.

          Wenn es etwas an diesem hochwertigen und bestens verarbeiteten Nischenprodukt zu kritisieren gibt, dann ist es dies: Dass keiner der beiden Hersteller auf die Idee gekommen ist, ein Designschema des Bediensystems zu entwickeln, das zu der teuren Hardware passt. Diese Schemata lassen sich bei Huawei-Geräten leicht wechseln, es gibt ein eigenes Menü dafür. Die ab Werk aufgespielten Porsche-Themen sind bestenfalls nett, aber nicht „Porsche“.

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