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Smartphone Mate 20 ausprobiert : Huawei treibt es nur noch bunt

Die neue Smartphone-Oberklasse von Huawei: Mate 20 Pro Bild: Spehr

Ob Akku, Kamera oder Prozessor: Huawei hat an diesem Dienstag in London mit dem neuen Flaggschiff Mate 20 Pro gezeigt, dass Smartphones noch innovativ sein können.

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          Huawei hat am Dienstag seine neue Smartphone-Oberklasse vorgestellt, die Modelle Mate 20 und Mate 20 Pro. Nach dem iPhone XS und XS Max von Apple verwendet nun auch der chinesische Hersteller besonders leistungsfähige Prozessoren, die im 7-Nanometer-Verfahren hergestellt sind. Der Kirin 980 von Huawei wurde bereits auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin gezeigt und könnte der schnellste Smartphone-Chip in der Android-Welt werden. Hohe Leistung und niedriger Stromverbrauch sollen das Mate 20 hinsichtlich Künstlicher Intelligenz und Bilderkennung beflügeln. Eine Octa-Core-Konfiguration aus zwei Cortex-A76 Kernen sowie vier Cortex-A55-Kernen erlaube es, bis zu 4500 Bilder pro Minute auszuwerten, etwa für die Erkennung von Motiven auf Fotos.

          Michael Spehr
          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das Mate 20 Pro als Spitzengerät hat ein Oled-Display mit einer Auflösung von 3120 x 1440 Pixel und einer Diagonale von 6,4 Zoll. Das günstigere Mate 20 bringt es auf 2240 x 1080 Pixel über 6,5 Zoll. Die Vorder- und Rückseite des Mate 20 Pro bestehen aus Glas, die Rückseite ist allerdings nicht glatt, sondern strukturiert, so dass es sich besser in der Hand halten lässt. Die leichten Rundungen erinnern unverkennbar an Samsung. Das Gerät ist nach Schutzklasse IP 68 gegen Staub und Wasser geschützt. Die biometrische Gesichtserkennung zur Entsperrung des Mate 20 Pro wurde verbessert, sie soll schneller und sicherer arbeiten als in anderen Smartphones.

          Für das 3D-Face-Unlock genannte Verfahren wird das Gesicht mit Infrarot und einer 24-Megapixel-Kamera dreidimensional vermessen. Erstmals stattet Huawei ein Smartphone für den Massenmarkt zusätzlich mit einem biometrischen Fingerabdruckscanner aus, der unsichtbar im Frontdisplay eingebaut ist. Mit beiden Sicherungstechniken kann man Dateien, Ordner und Apps auf dem Smartphone schützen, die zugehörige Software ist in Huaweis Betriebssystemaufsatz Emui 9 und dem darunterliegenden Android 9 enthalten.

          Wie gehabt setzt Huawei auch bei seinen neuen Geräten auf Kameratechnik von Leica. Bilderstrecke
          Ausprobiert : Huawei Mate 20 Pro

          Wie gehabt setzt Huawei auch bei seinen neuen Geräten auf Kameratechnik von Leica. Die eigenständige Schwarzweiß-Optik wird zugunsten einer Ultraweitwinkel-Linse aufgegeben. Die drei Kameraaugen an der Rückseite bilden zusammen mit dem LED-Blitz ein markantes Viereck, das leicht aus dem Gehäuse herausragt. Nun sind ein Weitwinkel mit 40 Megapixel und der Blende f/1,8 ein Teleobjektiv mit 8 Megapixel und der Blende f/2,4 sowie das Ultraweitwinkel mit 20 Megapixel und Blende f/2,2 an Bord. Der optische Brennweitenbereich reicht von 16 Millimeter bis 83 Millimeter, dazu kommt der Hybrid- sowie der Digitalzoom. Zudem werden Makroaufnahmen ab 2,5 Zentimeter unterstützt.

          In Verbindung mit der Neural Processing Unit (NPU) für Künstliche Intelligenz soll das optische System zur Hochform auflaufen. Der Chip arbeite jetzt mit doppelter Kraft, heißt es, und analysiere zum Beispiel in Echtzeit jedes einzelne Segment eines Fotos und optimiere es. Die Künstliche Intelligenz komme auch für den vorhersagenden, prädiktiven Autofokus zum Einsatz, der auch dann scharf stelle, wenn sich sowohl Motiv wie auch Fotograf gleichzeitig bewegen. Künstliche Intelligenz soll auch die Videos verbessern oder sie mit Effekten verschönern. Etwa, indem nur die Person im Vordergrund farbig dargestellt wird und alles andere in Schwarzweiß.

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