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HP Spectre X 360 im Test : Dauerläufer mit Charme und Stil

Spectre X 360 von HP Bild: Hersteller

HP präsentiert das Spectre X 360. Das Notebook mit flexibler Anzeige lässt sich auch als Tablet nutzen. Es gibt aber nicht nur Pluspunkte.

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          Der ist ja richtig schick: Einige Tage schmückte das neue HP Spectre X 360 unseren Schreibtisch, und der Hersteller hatte für uns die Modellvariante Dark Ash Silver gewählt. Die schmalen Seitenflächen sehen dann ein wenig nach Roségold aus, der Body kontrastiert dazu elegant in einem dunklen Braunton. Wer es lieber etwas konventioneller mag, nimmt die Variante Silber-Aluminium.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Das jüngste Spectre im 13-Zoll-Format gehört zu den Convertibles, lässt sich also wie ein Zelt aufstellen oder erlaubt es, im Tablet-Modus die Tastatur hinter den Bildschirm zu klappen, um beispielsweise ein elektronisches Buch im Hochformat zu lesen, während derweil Windows 10 allein mit Fingertipps bedient wird. Mit einem Gewicht von 1300 Gramm und Maßen von 30,5 × 22 ×1,4 Zentimeter sind solchen Übungen jedoch gewisse Grenzen gesetzt.

          Das ungemein robust wirkende Gehäuse mit flach gebürsteten Kanten erscheint hervorragend verarbeitet, die berührungsempfindliche Anzeige wird von Gorilla Glas geschützt. Wenn man partout einen Minuspunkt sucht, werfe man einen Blick auf die Scharniere, die ein wenig zu leichtgängig sind, oder versuche, das Notebook mit einer Hand zu öffnen, was nur schwer gelingt.

          Das jüngste Spectre im 13-Zoll-Format gehört zu den Convertibles.
          Das jüngste Spectre im 13-Zoll-Format gehört zu den Convertibles. : Bild: Hersteller

          Die Ausstattung mit Schnittstellen ist karg, aber immerhin gibt es einen konventionellen USB-Anschluss links und gleich zweimal USB Typ C auf der rechten Seite, über beide lässt sich der Akku laden, und sie bieten Thunderbolt 3 für schnellen Datentransport. Auch die Bildausgabe muss über USB Typ C laufen, entsprechende Adapter liegen nicht bei. Die Tastatur mit klar abgesetzten Tasten wirkt geräumig, reagiert etwas weich und ist beleuchtbar. Das glatte Touchpad erledigt seine Aufgabe als Mausersatz bestens.

          Die Anzeige unseres Testgeräts löste mit Full HD, also 1920 × 1080 Pixel auf. Mit dieser Standardauflösung kostet das kleinste Spectre X 360 im 13-Zoll-Format 1400 Euro. Dann sind bereits acht Gigabyte RAM an Bord sowie eine 512 Gigabyte fassende SSD. HP setzt die jüngsten Kaby-Lake-Prozessoren ein, beim Einstiegsmodell ist es der Core i5 7200 U, und dementsprechend kommt die integrierte HD Graphics 620 zum Zuge, die etwa 20 bis 30 Prozent schneller ist als die ältere 520er.

          Wer eine höhere Bildschirmauflösung sucht, muss die 2000-Euro-Modellvariante nehmen. Sie bietet 3840 × 2160 Pixel, hat 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 1-Terabyte SSD. Dann arbeitet natürlich ein Core-i7-Prozessor im Innern. Unser Testgerät stammte aus einer mittleren Ausstattungslinie mit Core i7, 16 Gigabyte Speicher und 1-Terabyte SSD. Der Preis beträgt dann 1800 Euro. Der Arbeitsspeicher ist jeweils verlötet, und es handelt sich noch nicht um den energieeffizienteren DDR 4-Speicher, sondern um DDR 3.

          Mit einem Gewicht von 1300 Gramm und Maßen von 30,5 × 22 ×1,4 Zentimeter sind solchen Übungen jedoch gewisse Grenzen gesetzt.
          Mit einem Gewicht von 1300 Gramm und Maßen von 30,5 × 22 ×1,4 Zentimeter sind solchen Übungen jedoch gewisse Grenzen gesetzt. : Bild: Hersteller

          Das Display hatte eine durchschnittliche Helligkeit, einen breiten Betrachtungswinkel und spiegelte leider. Über der Anzeige befindet sich die Webcam, die eine biometrische Identifizierung unter Windows 10 mit Windows Hello anbietet. Das funktionierte bei uns mehr schlecht als recht, selbst nach mehrfacher Verbesserung der Erkennung. Ein Fingerabdruckscanner mit Biometrie fehlt ebenso wie ein Mobilfunkmodem oder eine Öse fürs Sicherungsschloss.

          Ungeachtet des großen Luftauslasses auf der linken Seite ist der Lüfter oft hörbar und wird bisweilen laut. Er behält seine hohe Umdrehungsgeschwindigkeit in Phasen intensiver Belastung lange bei, bevor er wieder auf ein moderates Maß zurückgefahren wird. Vier Lautsprecher von Bang & Olufsen sorgen für einen ausgewogenen Klang. Das mitgelieferte Netzteil hat eine Nennleistung von 45 Watt, es lädt den Akku in zweieinhalb bis drei Stunden. Der vom Anwender nicht zu wechselnde Kraftspender hat 57,8 Wattstunden und sorgt in Verbindung mit der aktuellen Systemarchitektur für lange Laufzeiten. HP gibt bis zu 16 Stunden an, mehr als zehn Stunden wollen wir gern bestätigen. Alles in allem zeigt HP, dass ein schöner Auftritt nicht zu Lasten solider Verarbeitung und hohem Arbeitstempo gehen muss. Das neue Spectre X 360 hat Charme und Stil, und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auch.

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