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Google Assistent im Ohr : Diese Kopfhörer könnten Ihnen helfen

Q Adapt von Libratone und die Earbuds von Google im Vergleich. Bild: Hersteller

Musik wiedergeben kann jeder. Die Earbuds von Google und der Q Adapt von Libratone können sprechen und zuhören. Doch braucht man den Assistenten von Google überhaupt?

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          Es ist leicht durchschaubar, warum ein Unternehmen wie Google, das auf Software, Werbung im Internet und Künstliche Intelligenz spezialisiert ist, immer mehr Hardware anbietet. Die eigenen Geräte sollen die Programme, Algorithmen und Visionen aus Mountain View zunächst in die Welt bringen, damit sie dann auch von anderen Herstellern verbreitet werden können. Ein wichtiges Projekt ist für Google derzeit der Assistent, weil er produktübergreifend eingesetzt werden kann und er in einem Bereich dienlich ist, der für das Unternehmen enorm wichtig ist: Künstliche Intelligenz.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Anfangs assistierte er auf dem hauseigenen Pixel-Smartphone, mittlerweile auf vielen Android-Geräten, danach war der Assistent auf dem Lautsprecher Home zu finden, jetzt bieten auch JBL und Panasonic solche Boxen an. Google und andere bauen also um die gleiche Software verschiedene Gehäuse mit Lautsprecher und Mikrofonen. Nun bringt Google die Kopfhörer Earbuds mit dem Assistenten auf den Markt, Libratone folgt mit dem Q Adapt, der in den nächsten Wochen auch in Deutschland erhältlich sein wird. Auch mit dem Bose Quietcomfort 35 II kann man sprechen. Und Plantronics bietet mit der Voyager-8200-Serie bald einen Kopfhörer mit dieser Funktionalität an.

          Mit diesem Konzept des einzigartigen Sprachassistenten in unterschiedlichen Gewändern geht das Unternehmen in direkte Konkurrenz zu Amazon, das mit Alexa seinen eigenen Sprachassistenten verbreitet. Die Echo-Modelle beschränken sich auf Lautsprecher mit oder ohne Display, dafür bringen Unternehmen wie Yamaha und BMW Alexa in den Netzwerkspieler oder ins Auto. Erkennungsmerkmal der Produkte aus Mountain View ist das Etikett „made by google“. Wenn andere Hersteller in ihre Geräte den Sprachassistenten stecken wollen, wird daraus ein „made for google“. Das stimmt so nicht ganz. Denn etwa der Q Adapt von Libratone funktioniert auch mit dem iPhone und Apples Sprachassistenten Siri. Er ist also auch „made for iPhone“. Es fehlt allein der Aufkleber.

          Die Gehäuse der Earbuds werden mit einer Art Schnur zusammen gehalten. Bilderstrecke
          Die Gehäuse der Earbuds werden mit einer Art Schnur zusammen gehalten. :

          Momentan gibt es noch wenige Kopfhörer mit dem Assistenten von Google, zwei haben wir miteinander verglichen. Die Earbuds sind die dezente Variante, die ins Ohr gesteckt wird, der Q Adapt von Libratone ein Modell, das auf dem Ohr mit Bügel getragen wird. Konzeptionell sind die Earbuds vergleichbar mit den Airpods von Apple. Sie liegen in einem Etui, das nicht nur zum Schutz und Transport, sondern auch zum Aufladen vorgesehen ist. Wird es geöffnet, stellen die Earpuds direkt mittels Bluetooth eine Verbindung mit dem Smartphone her. Im Vergleich zu den Airpods und anderen Bluetooth-In-Ears hat sich Google dafür entschieden, beide Knöpfe mit einer Stoffschnur zu verbinden, die locker auf dem Nacken liegt. Sie bildet am Ende jeweils eine Schlaufe, die das Gehäuse im Ohr festhalten soll, weil die Buds nur leicht im Gehörgang sitzen.

          Das ist einerseits ein erfreuliches Designelement, weil es viele Menschen als unangenehm empfinden, wenn In-Ear-Kopfhörer fest im Gehörgang stecken. Andererseits funktioniert der Mechanismus nicht zuverlässig. Für Großohrträger wie den Autor dieser Zeilen müsste der maximale Durchmesser der verstellbaren Schlaufe größer sein. Die Konstruktion hält so nicht zufriedenstellend. Während des Tests fiel hin und wieder eines der beiden Gehäuse aus dem Ohr. Es ist immer notwendig, die Schlaufe nachträglich zu justieren.

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