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Neue Smartphones von Samsung : Samsungs Razr und drei neue 20er

Samsungs zweites faltbares Smarphone: das Galaxy Z Flip Bild: Marco Dettweiler

Offensive von Samsung: Die neue S20-Reihe lockt Huawei-Fans, die auf Google nicht verzichten wollen. Und das Z Flip, das zweite faltbare Smartphone von Samsung, ist das bessere Motorola Razr. Wir haben alle vier Modelle ausprobiert.

          6 Min.

          Einerseits hat sich Samsung keinen Gefallen damit getan, an diesem Abend in San Francisco vier neue Smartphones vorzustellen. Andererseits haben auf einen Schlag alle sehr konkreten Spekulationen ein Ende, wie die neue S-Reihe und das zweite faltbare Smartphone von Samsung aussehen und was sie können. Fangen wir mit dem außergewöhnlichen Produkt, dem Galaxy Z Flip an.

          Marco Dettweiler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wie der Name schon sagt, ist Samsungs zweites faltbares Smartphone kein Nachfolger des Fold, das in vielerlei Hinsicht für Furore gesorgt hat. Es war das erste seiner Art. Als es auf den Markt kommen sollte, wurde es wieder zurückgepfiffen, weil Journalisten bei ihren Testgeräten eklatante Mängel erkannten. Das Fold wird zum Tablet, wenn man es aufklappt.

          Wenn man das Z Flip aufklappt, wird es zum Smartphone. Vorher ist es ein kleines quadratisches Handy, das sich in nahezu allen Hosentaschen der Welt unterbringen lässt. Als wir das Gerät ausprobieren durften und probeweise in die Tasche stecken, wirkte es geradezu verloren im Vergleich zu Samsungs Plus-Modellen der S- und Note-Reihe. Das ist unter anderem die Schwäche vom Fold, dass es in zugeklapptem Zustand leicht aus der Hosentasche herausragt.

          Zugeklappt, links unten der Mini-Bildschirm Bilderstrecke
          Galaxy Z Flip : Samsungs zweites Smartphone zum Falten

          Das Z Flip hat also den gleichen Charakter wie Motorolas neues Razr, das im November des vergangenen Jahres vorgestellt wurde, in Europa jedoch immer noch nicht auf dem Markt ist. Es soll sich klein machen, wenn es nicht gebraucht wird. Mit einem Finger wird es wie früher die Klapphandys aufgeschnippt. Während das Fold wie Business wirkt, soll das Z Flip cool sein.

          Und deswegen galt es beim Ausprobieren, die geeignete Handbewegung herauszufinden. Nach ein paar Minuten waren wir immer noch nicht cool. Die Lücke zwischen den beiden Bildschirmen ist groß genug, um den Daumen dazwischen zu schieben. Sie liegen nicht direkt aufeinander, werden von zwei kleinen Aufsätzen auf Abstand gehalten, damit sie nicht zerkratzen, sodass man den Daumen besser als beim Motorola Razr dazwischen bekommt. Nur sind der Widerstand und das Gerät zu groß, um den oberen Teil ganz nach oben zu klappen. Was hilft, ist eine schwungvolle Handbewegung, damit die Fliehkraft nachhilft.

          Glas statt Kunststoff

          Im Unterschied zum Motorola Razr hat das Samsung Galaxy Z Flip einen Bildschirm aus „ultradünnen Glas“, der sich hochwertiger und wie die der normalen Smartphones anfühlt – auch im Vergleich zum Fold. Im aufgeklappten Zustand erreicht das Display eine Größe von 6,7 Zoll mit einer Auflösung von 2636 x 1080 Pixel, was Full HD entspricht. Der Rand, der zuvor 17,3 Millimeter dick war, ist dann nur noch 7,2 Millimeter dünn. Das Seitenformat von 22:9 entspricht in etwa dem aktuellen Standard. Wie bei der neuen S20-Reihe auch sitzt die Selfie-Kamera in der Mitte oben.

          Was bei einem faltbaren Smartphone nicht fehlen darf, ist ein zweites kleines Display, das im zusammengeklappten Zustand aktiv ist. Beim Z Flip ist es ein Mini-Bildschirm – etwa 1,1 Zoll groß – mit einer Auflösung von 300 x 112 Pixel. Das reicht gerade aus, um wie auf den gewöhnlichen Android-Smartphones im Blick zu haben, wieviel Uhr es ist, ob jemand angerufen hat oder neue Whatsapp-Nachrichten reingekommen sind. Das Mini-Display kann des Weiteren als Sucher für die Kamera genutzt werden. Dann lassen sich Selfies machen, ohne dass das Gerät aufgeklappt werden muss.

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