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Galaxy Note 7 : Samsung will Ursache für Brände abgestellt haben

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Koh Dong Jin, Chef von Samsungs Mobil-Sparte, bei der Pressekonferenz in Seoul. Bild: Reuters

Es war die Batterie, nicht das Gerät – mit dieser Botschaft will Samsung nach dem Debakel mit seinem brennenden Flaggschiff-Smartphone Vertrauen zurückgewinnen. Der Konzern präsentierte Untersuchungsergebnisse.

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          Schuld am Debakel mit dem Smartphone Galaxy Note 7 sind Hersteller Samsung zufolge fehlerhafte Akkus. Mehr als drei Monate nach dem Rückruf seines Flaggschiff-Geräts präsentierte das Unternehmen seinen Untersuchungsbericht und schloss eine Wiederholung derartiger Pannen aus. Nachforschungen auch durch unabhängige Einrichtungen hätten ergeben, dass die Brände bei den Geräten einzig durch fehlerhafte Batterien ausgelöst worden seien, sagte der Chef der Samsung-Mobil-Sparte, Koh Dong Jin, an diesem Montag vor Journalisten.

          Die Hardware und die Software der Smartphones seien dafür nicht verantwortlich gewesen. 700 Experten hätten bei der Ursachenforschung mehr als 200.000 Smartphones und über 30.000 Batterien getestet. Bereits am Freitag hatte die Zeitung „Wall Street Journal“ berichtete, die Batterien der Samsung-Tochter SDI hätten nicht ganz genau der nötigen Größe für das Note 7 entsprochen.

          Der Konzern versprach, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen würden. „Die Lektionen aus den vergangenen Monaten sind nun in unseren Prozessen und unserer Kultur weitreichend berücksichtigt worden“, hieß es in einer Erklärung des Managements.

          Milliardenverluste durch Rückruf

          Nach den Bränden beim Galaxy Note 7 rief Samsung im September zunächst 2,5 Millionen Modelle zurück. Nachdem aber auch vermeintlich sichere Ersatzgeräte in Brand gerieten, musste das Smartphone komplett vom Markt. Das kostete das Unternehmen mehrere Milliarden an Gewinn.

          Finanziell steckte der Apple-Rivale die Probleme aber gut weg. Nach vorläufigen Zahlen stieg der operative Gewinn im vierten Quartal 2016 trotz eines leichten Umsatzrückgangs um 50 Prozent auf umgerechnet 7,3 Milliarden Euro. Der endgültige Quartalsbericht soll am Dienstag vorgelegt werden. Investoren warten insbesondere darauf, wie sich das Debakel des weltgrößten Smartphone-Produzenten auf die Nachfrage nach dem neuen Modell S8 auswirkt, dessen Markteinführung für April oder Mai erwartet wird.

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