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Konsolenspiel Fifa 17 im Test : Gratulation zum Eigentor

Fifa 17: Boatengs Rückennummer passt Bild: Hersteller

Gegen aufziehende Herbstdepression hilft das alljährlich im Oktober auf den Markt kommende Fußballspiel für Playstation und Xbox. Fifa 17 spielt Karrieren und setzt Zeichen in den Ecken.

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          Zu den traditionellen Arzneien gegen aufziehende Herbstdepression zählt das alljährlich im Oktober auf den Markt kommende Fußballspiel für Playstation und Xbox. Und jedes Jahr müssen Oma oder Papi 60 bis 70 Euro lockermachen für die neuste Version. Das lässt sich auch diesmal nicht verhindern, denn Fifa 17 mit Marco Reus auf der Hülle ist auf dem Markt, und man braucht es natürlich schon allein wegen der aktualisierten Mannschaften.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Doch die Entwickler ruhen nicht und denken sich meist etwas Neues aus, diesmal ein Alter Ego in Person des Premier-League-Kickers Alex Hunter. Im „Journey Modus“, einer Art Karrierespiel, schlüpft man in dessen Haut und durchlebt eine Geschichte. Eigene Entscheidungen sind gefragt. Merkwürdigerweise beeinflussen diese Entscheidungen aber offenbar nicht den Verlauf der Geschichte, sondern nur die Anzahl an Followern. Immerhin wird man wohl öfter aufgestellt, wenn man gut trainiert. Nicht aber nach Leistung im Spiel. Selbst wer 5 Tore und 2 Vorlagen aufweisen kann, schafft es am Anfang der Geschichte nicht in die Startaufstellung und wird später sogar ausgeliehen.

          So viel Ignoranz konnten wir kaum glauben und haben es drauf ankommen lassen: Wir haben 10 Eigentore geschossen sowie einen Platzverweis kassiert, und trotzdem gratulierte uns einer der Mitspieler zum guten Auftritt. Die komische kleine Reise macht trotzdem Spaß, und es ist ja das erste Mal, dass der Hersteller so etwas im Fußball ausprobiert. Das Basketballspiel NBA 2k17 hat den Karrieremodus schon länger, dort funktioniert er besser.

          Neu im Spiel ist die Möglichkeit, Einwürfe anzutäuschen. Das ist mithin realistischer als zuvor. Und auch Eckbälle werden nun anders geschlagen. Ein kleines Zeichen zeigt an, wo auf dem Feld der Ball landen wird. Das soll mehr Tore aus Ecken heraus verursachen, tut es auch. Zu Elfmetern und Freistößen können die Spieler nun beliebig postiert werden, so entstehen unterschiedliche Flugbahnen. Zudem ist der bekannte Spielmodus „Ultimate Team“ aufgewertet worden. Dort gibt es nun kleine Aufgaben zu lösen, und wenn das gelingt, werden Belohnungen in Form von „Packs“ zugeteilt. Daraus erhält man mit etwas Glück eine guten Spieler. Marco Reus, zum Beispiel.

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