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Mavic Air 2 von DJI im Test : Schnell und scharf

Die neue Mavic Air 2 kostet 850 Euro. Bild: Hersteller

Die neue Hobbydrohne Mavic Air 2 von DJI setzt Maßstäbe in Handhabung und Fotoqualität. Und sie ist günstiger und leichter als unser bisheriger Favorit unter den mobilen Fluggeräten.

          2 Min.

          Diese Drohne ist klein und greift doch die Großen an. Und sie ist damit erfolgreich. Bislang war unser Favorit unter den mobilen Fluggeräten die Mavic 2 von DJI, die zu Preisen von 1250 Euro an mit exzellenten Fotos überzeugt. Nun haben wir eine Maschine in die Luft gejagt, die für erschwinglichere 850 Euro abhebt, nur halb so schwer ist und der Mavic 2 hinsichtlich Foto- und Videoqualität kaum nachsteht. Die Rede ist von der neuen Mavic Air 2.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Wie bei allen jüngeren Drohnen des chinesischen Marktführers lassen sich auch hier die vier Ärmchen mit den darauf sitzenden Propellern einklappen, so dass das Fluggerät für den Transport sehr kompakte Maße von 18 × 10 × 9 Zentimeter hat und in eine kleine Tasche passt. Vorn ist die verbesserte Kameraeinheit an einem Drei-Achsen-Gimbal befestigt. Die Verarbeitungsqualität wirkt so hochwertig wie jene der Mavic 2. Folgt das Design der Drohne den Konventionen des Hauses, ist die Fernbedienung komplett überarbeitet worden. Dies betrifft an erster Stelle die Halterung für das Smartphone, dessen Anzeige das Bild der Drohnenkamera sowie den Standort des Fluggeräts auf einer Karte zeigt. In der Smartphone-App werden auch sämtliche Feineinstellungen vorgenommen.

          Bislang musste man das Handy unterhalb der Fernsteuerung in zwei Backen einklemmen und zusätzlich per Kabel verbinden. Die Prozedur war eine nervenaufreibende Fummelei. Mit der überarbeiteten Fernsteuerung hat DJI ganze Arbeit geleistet. Nun wird das Smartphone oben aufgesetzt, dazu fährt eine mechanische Vorrichtung aus dem Gehäuse aus, und auf diese Weise gelingt das Anbringen des Telefons schnell und präzise. Das nach wie vor erforderliche Kabel findet bei Nichtgebrauch einen Platz im Gehäuse. So lassen sich auch sehr große Smartphones gut verwenden, die neue Lösung gefällt.

          Kompakte Maße von 18 × 10 × 9 Zentimeter Bilderstrecke

          Die Kamera der Mavic Air 2 nutzt einen Sensor mit einem halben Zoll in der Diagonale. Ein optischer Zoom fehlt, Fotos erreichen eine Auflösung bis zu 48 Megapixel. Das sind 8000 × 6000 Pixel, und die zugehörigen JPG-Dateien sind teils riesige 40 Megabyte groß und entsprechend detailreich. Ferner kann man auf Knopfdruck Panoramen anfertigen, die aus mehreren Einzelaufnahmen bestehen. Die Bitrate der Aufnahmen erreicht 125 MBit/s und liegt damit sogar über der einer Mavic 2. Mit höherem Datenstrom geht eine bessere Bildqualität einher. 4K-Videos gelingen mit bis zu 60 Frames je Sekunde. Auch sind nun HDR-Aufnahmen möglich, dazu werden automatisch sieben verschiedene Belichtungen des Motivs aufgenommen und zu einem Bild zusammengefügt. Auch die Hyperlight genannte Funktion für Aufnahmen bei schwachen Lichtverhältnissen nimmt mehrere Fotos auf und setzt diese dann zusammen.

          Die Bild- und Videoqualität finden wir ausgezeichnet, wer das letzte Fitzelchen aus seinen Fotos herausholen will, speichere nicht als JPG-Datei, sondern im RAW-Format und bearbeite manuell nach. Alle Fotos und Videos landen entweder im internen Speicher oder auf einer Micro-SD-Karte.

          Der Funkkontakt zwischen Drohne und Fernsteuerung wird mit dem hauseigenen DJI-Protokoll Ocusync hergestellt. Das Vorgängermodell verwendete allein W-Lan und hatte gelegentlich Reichweitenprobleme. Die Reichweite von Ocusync liegt bei einigen Kilometern, so dass dieses Problem gelöst scheint. Hindernisse erkennt und umfliegt die Drohne selbständig, allerdings können diese nur an Vorder-, Unter- und Rückseite detektiert werden. Lässt sich das Hindernis nicht umfliegen, bleibt die Mavic Air 2 vor dem Hindernis stehen.

          Mit bis zu 68 km/h erreicht die Kleine ein hohes Tempo, und wie immer hat DJI etliche Automatikprogramme eingebaut, mit denen man trickreiche Flugfiguren auf Knopfdruck abrufen kann. Man kann sich selbst verfolgen, etwa beim Joggen oder Radfahren, oder startet einen Automatik-Rundflug um ein zuvor festgelegtes Objekt. So gelingen auch Anfängern beeindruckende Videos. Mit einer Akkuladung fliegt man rund eine halbe Stunde. Insgesamt ist das Fazit schnell klar: wenn eine Hobbydrohne, dann trotz der Kosten diese.

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