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Persönlichkeitsprofile : Die mangelnde Intelligenz Künstlicher Intelligenz

  • -Aktualisiert am

Bild: Greser & Lenz

Wenn Internetkonzerne wie Facebook Datenberge sammeln und Persönlichkeitsprofile erstellen, droht mancher Irrtum. Und nicht nur in sozialen Netzwerken.

          4 Min.

          Das Geschäft mit Persönlichkeitsprofilen boomt. Politiker wollen damit Wähler beeinflussen und Wahlen gewinnen. Richter sollen solche Software als Entscheidungshilfe einsetzen, ob ein verurteilter Straftäter auf Bewährung aus der Haft entlassen werden kann. Marktforscher wollen in Erfahrung bringen, welche noch unentdeckten Wünsche und Bedürfnisse in den Menschen schlummern, um ihnen das passende Produkt anzubieten.

          Hinter solcher Software stecken Methoden des maschinellen Lernens. „Beim maschinellen Lernen haben wir es mit einem anderen Ansatz zu tun als bei der herkömmlichen Software-Entwicklung“, sagt Hendrik Heuer vom Institut für Informationsmanagement der Universität Bremen. In der herkömmlichen Software-Entwicklung wird eine Algorithmik verwendet. Die Programme arbeiten im Wesentlichen vorgegebene Rezepte ab. Wenn sie zum Beispiel aus Bauklötzen einen Turm bauen sollen, müssen sie Klotz B auf Klotz A stellen. Danach muss Klotz C auf Klotz B gestellt werden. Nach dieser algorithmischen Methode arbeitet Software zurzeit am häufigsten. Der Vorteil: Sie kann gut kontrolliert werden, man weiß, was sie macht.

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